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Schlund. 22l
Daß der Schlund aber sehr thatig mitwirkt, und daß Speise und Trank, nicht bloß durch ihre eigene Schwere hinunter sinken, oder hinablaufen, beweisen:
1) das Essen und Trinken der Leute (Luftspringer) die aufdcm Kopfe stehen.
2) Sowohl die krampfhafte Zusammenziehuna, als die Lähmung des Schlundes, welche als entgegengesetzte Krankheiten, so wie auch die Entzündung des Schlundes, das Schlingen beschwerlich machen, edör wohl gänzlich hindern.
Bey dem Schlingen scheinen anfangs die langen Fasern den Schlund gegen den ankommenden Bissen ein wenig zu verkürzen, und zu erweitern, gleich drauf aber nebst den Queersasern durch kräftigeres zusammenziehen weiter zu pressen.
Daher greift tropfenweises Trinken, oder Suppeessen an, weil nemlich zur Fortbringung jeder kleinen Portion des Getränkes die Kräfte des Schlundes mehrere oder genauere Anstrengung äußern müssen, als wenn sie eine größere fortzubringen hätten.
§. 126.
Wirkung des Zwerchmuskels auf den Schlund.
Da der Schlund von den stärksten Fleifchbündeln des Zwerchmuökels, wie von einem elliptischen starken Schließmuskel umgeben wird, so verschließt auch der bcym Einathmen wirkende Zwerchmuskel den Schlund so genau, daß weder Speise, noch Lust sich ans dem Magen rückwärts zu schleichen vermag.