120 Schlund.
Betrachtung des lebendigen Schlundes.
§- >2Z.
Schnellkraft des Schlundes.
Die Häute des Schlundes bilden zusammen einen Schlauch, der sich sehr leicht, und ansehnlich, bis zu einem Zoll und darüber, im Durchmesser erweitern laßt, aber auch eben so leicht, noch nach dem Tode, wieder auf seine vorige Kürze, oder Enge zusammenzieht.
§. I24>
keb,„«kraft dk» Schlund-«.
Von der dicken Muskelhaut, hangt die vorzügliche, selbst noch kurz nach dem Tode, sich sehr merklich äußernde, sogenannte Reizbarkeit, oder wurmföruüge Bewegung des Schlundes ab.
So sieht man in frisch geschlachteten Thieren, z. B. in welschen Hühnern, den qucerdurchschnittenen Schlund, noch eine Zeitlang nach dem Tode, wie einen lebendigen Wurm sich hin und her krümmen.
r ' §. 125.
Wirkung des Schlundes.
Der Schlund empfangt die Speisen, und das Getränk aus dem Schlundkopfe, und befördert sie durch feine vorzüglich lebhafte Muskelkraft weiter.
Von diesen Speisen, oder von dem aus dem Munde in ihn hinabgepreßten Bissen, oder von dem hinabfließen- den Getränke, wird er sanft ausgedehnt, und zur Zu- sammenziehung gereizt.