96 Stimme und Sprache.
Die gewöhnliche Weite der Stimmritze beträgt im Leichname ohngefähr eine Linie.
Wird der ganze Kehlkopfzugleich mit den Zungenbeinen, an welche er geheftet ist, überfeine mittlereHöhe durch die an die Zungenbeine und an ihn selbst befestigten Muskelpaare, nämlich die ZweibäuchigenHalsmuskeln- die Kinnzungenbeinmuskeln, die Kinnzungenmuskeln, Griffelzungenmuskeln, Griffelzungenbeinmuskeln, Griffelschlundkopfmuskeln, Gaumenschlundkopfmuskeln, und Zungenbeinschildknorpelmuskeln, die zusammen oder einzeln wirken , hinauf gezogen, (welches über einen halben Zoll geschehen kann) so verengt sich dadurch die Stimmritze, d. i. ihre Bänder nähern sich vorzüglich hinterwärts mittelst der Schnepfknorpel einander. Tritt hiebei die Wirkung der Schrägen und Quee- ren Schnepfknorpelmuökeln ein, so wird die Stimmritze so genau und so kräftig geschloffen, daß sie dem Drucke der ganzen Athmosphäre zu widerstehen vermag.
§- 93 -
Erweiterung der Stimmritze.
Wird umgekehrt der ganze Kehlkopf unter seine mittlere Höhe durch die an die Zungenbeine und an ihn selbst befestigtenMuökelpaare, nämlichdieNiederzieher der Zungenbeine, die Brustschildknorpelmuskeln, dieNück- wärtözieher der Zungenbeine, und die Ringschildknorpelmuskeln hinab gezogen, (welches ebenfalls über einen halben Zoll geschehen kann), so wird dadurch und selbst durch das Hinabsinken der Lungen beim Einach- men die Stimmritze erweitert, oder ihre Bänder entfernen sich vorzüglich hinterwärts mittelst der Schnepf-
knor-