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Ach men in die Lungen; wahrend daß aus allen Theilen des Körpers zu gleicher Zeit das Blut mit Kohlenstoff beladen in die Lungen zurückkehrt. Hier empfangt nun die arhmofpharische Luft WasserstoffundKohlenstoffvom Blure, sobald sie mit ihm in Berührung kommt, und laßt dagegen etwas von ihrem im Sauerstoffgase ent­haltenen Wärmestoffe fahren, welcher sogleich im Blute den vom Kohlenstoffe und Wasserstoffe entledigten Raum einnimmt; oder ein Theil des Sauerstoffgases verbin­det sich mit dem Blute, während dem ein anderer Theil sich mit dem Wasserstoffe in Wasser verwandelt.

Das auf diese Weise mittelst des Sauerstoffes mit Warmestoffe bereicherte Blut wird nun durch das Sy­stem der Aorte in den ganzen Körper verschickt, und entledigt sich des allmählig frei werdenden Wärmestoffs während seinem Kreisläufe, wogegen es wiederum Kohlenstoff theilö aufnimmt theils durch eigene Verder- bung aus sich selbst entwickelt. Der Körper verschluckt nun zwar einen Theil des Wärmestoffs, weil der Wär­mestoff aber in beträchtlicher Menge durch's Einachmen ins Blut geschafft wird, verursacht das übrige, indem es aus dem Blute durch den in feine Stelle tretenden Kohlenstoff entwickelt wird, eine fühlbare Wärme, welche sich aber sogleich den umliegenden Körpern mit- theilt,und nur durch beständigesAthmen unterhalten wird.

Durch diesen Zusaß des Sauerstoffgases erhält »lfo das Blut der Lungenvenen und der Aorte mehreren Wärmestoff, und mehrere Röchedas Blut derHohl§ venen und der Lungenartericn. Das Arteriöse Blut der Lungenarrerien hat sich nämlich so eben in den Lungen