62 Ausathmen.
ans den Lungen, dessen Eigenschaften in der Folge un- tersucht werden.
Die Verkleinerung der Lungen, hiebey werdendie von der Luft ausgedehnt gewesenen Lustzellchen und Luftröhrenaste, die schon durch ihre Schnellkraft, und die Luströhrenaste wahrscheinlich auch durch ihre Muskelfasern, fich zum Mittlern Durchmesser zusammen ziehen, gedruckt, ihre Winkel spitziger, die Blutgefäße der Lungen zusammengedrückt, und der Lauf des Blutes zwar in den Lungenvenen, und selbst durch Erschlaffung des Zwerchmuskels in der untern Hohlvene nach dem Herzen hin befördert, aber dafür in den Lungenarterien vom Herzen her so gehindert , daß ein zu lange dauerndes Ausathmen ebenfalls Zurückhaltung oder Stockung des Bluts vor den Lungen, das ist, in denLungenkammern und in den Hohlvenen folglich gleiche Beängstigung oder Beklemmung, und endlich selbst den Tod erzeugt, als man oben von zu lange anhaltendem Einathmen anmerkte.
h. 69.
Ursachen des Todes von zu langem Ausathmen.
Dieses Blut nämlich, daß vor den Lungen in den Lungenkammern des Herzens und in dem Hohlvenensysteme zurück gehalten wird, macht das Gesicht anschwellen und erröthen, drückt das Hirn, erregt Schwindel; das zurückgetriebene Blut verursacht ein ungewöhnliches Klopsen der Venen am Halse , ja selbst am Arme, und zersprengt endlich wohl gar irgendwo die Wurzeln des