22 Kehlkopf.
Der Untere Rand ist in der Mitte gewölbt, durch ein sehr starkes kurzes Band an den Ringknorpel befestigt dann seitwärts concav, wieder gewölbt und wieder con- cav; und geht mit seiner Ecke in das kleinere, ebenfalls vorwärts gekrümmte, rundliche Untere Horn über, welches sich stumpf spißig endigt, und mit dem Rmg- knorpel durch ein festes Kapselband (Ligamentum cri- cothyreoideum laterale) gelenkartig verbindet. — Der Obere Rand hängt durch lockeres, aber starkes, Bandwesen (Ligamentum liyothyreoideuin medium) mit den Zungenbeinen; der Untere Rand hingegen durch sehr starke und dicke Bandsasern (Ligamentum cricothyreoideum medium oder conoideum) in der Mitte mit dem Ringknorpel zusammen.
Seine Vordere Fläche zeigt deutlich die bogenförmige, schräg lausende Spur von der Anlage des Ringschildknorpelmuskels (M. Cricothyreoideus). — Seine Hintere Fläche ist glatt und eben.
In der Mitte einer Hälfte oder beider Hälften zeigt sich bisweilen ein ansehnliches rundes koch zum Durchgänge von Blutgefäßen und Nerven.
Im weiblichen Körper ist der Schildknorpel nicht bloß kleiner und weicher, sondern auch anders geformt. Der Ausschnitt am Vordem Winkel nämlich ist ansehnlicher , und der Winkel selbst größer, und weniger am Halse vorragend. — Die Obern Hörner sind länger, die Untern Hörner hingegen kürzer.
Sehr oft verknöchert dieser Knorpel mit dem hohen Alter vollkommen, besonders im männlichen Geschlechts.