8

Brustfelle.

das sich wirklich in diese Haute verbreitete Auch nach Versuchen, die man an lebenden Menschen anstellte, zeigten sich die Brustfelle unempsindlich.

§. io.

Brustfellsaft.

Den Dunst oder Duft, den die Arterien der gan­zen Oberfläche dieser Sacke der Brustfelle beständig zwischen diese Sacke und die Lungen absondern, sieht man an lebendig geöffneten Thieren oder verwundeten gesunden Menschen in einer Temperatur der Luft, die nicht über vierzig Grad Warme nach Fahrenheit geht, ganz deutlich als einen Hauch wegdampfen.

Dieser Dunst geht mit dem Tode zu einer kaum einige Grane am Gewichte betragenden Feuchtigkeit zu­sammen, welche durchsichtig, gelblich weiß, und ei­nem dünnen Blutwasser nicht ungleich ist.

In Kindern erscheint er gewöhnlich röthlicher, auch nach Verhaltniß etwas reichlicher, als in Er­wachsenen.

Im lebenden Körper aber wird dieser Dunst be­ständig durch die Saugadern wieder ausgenommen, und in's Blut zurück geführt.

§. ii.

Nutzen der Brustfellsäcke.

Die Folge dieser Beschaffenheit der Brustfellsäcke und des von ihnen abgesonderten Dunstes ist: daß diese Sacke den Lungen als eine Scheide oder als ein Beutel dienen; daß sie die Lungen von einander