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fftocb bemerken wir, daß der Hr. Vers, vorzüglich Giddon folgte, der ihm, wie er saget, feine Arbeitvon -,r einen Sette in eben dem Maße erschwerte, ln welchem er sie ihm von der andern Seite erleichterte: diese-, durch die Sammlung, Laüterung und Scheidung eine- fast un- übersehlichen historischen Stoffe-; jene-, in Hinsicht auf das nur allzu oft ihn anwandelnde gänzliche Verzagen, nach einem solchen Vorgänger noch etwas zu leisten, waS die Mühe des Schreiben- und des Lesens belohnte. Wir wollen uns hierüber weiter nicht einlassen, und dem Hrn. Verf. in Rücksicht dessen, was er nach seinem großen Vorgänger noch geleistet hat, kein Lob ertheilen. Zeder unparteyischs^Forscher der Geschichte und Kenner deyder Werke wird die Verdienste des Hrn.R. anerkennen, und in des Vers, eigenes Urrheil emstimmen, daß er sein Vor- , dild Giddon studierte, ohneeS geradezu zu copiire..; daß er dessen Autorität respectirte, ohne sich etwas von ihr imvoniren zu lassen; daß seine Untersuchungen nicht selten auf ziemlich divergirevde historische oder moralische Ur, tbeile führten; daß er seines Zweckes eingedenk hier ausführlicher war, dort hingegen gedrungener, hier entscheidender, dort fmchtsamer, durchgehends aber (dem Winke des GeniuS gehorsam) mehr mahlend und darstellend, alS philofophirend und räsonuirend; daß er endlich selten seine Ideen borgte, seltener seine Wendungen, und daß er nur sehr sparsam der, wenn gleich noch so lockenden, Versuchung erlag, Gibdon's fast immer durchaus vollendete, bisher noch von keinem feiner Uebersetzer wiederge- gedcnc Diktion sich anzueignen«
Ankündigung.
Mit höchster Genehmigung Sr. Hochfürstl. Gnaden kündiget nach dem im vorigen Schuljahre in einem Programme dem Publicum, ausgestellten Grundrisse eines der kritischen Philosophie anpassendeu Planes seine Privat - Vorlesungen au
Fried rich Aarl Gavard, Privat» Lehrer der reinen und angewandten SraatS-Oekonvmr'e.