U2

- 75 -

bloß eine Tendenz nach Ausdehnung wäre: so würde dieselbe in dem Momente durch die ganze Masse gleich, und auf die Gränzfläche aller Orten rechtwinkelig,' gleich wirksam seyn, um die Nerven zu afficiren. Nun aber hört auch ein solcher Druck in dem Augenblicke durchgehend- auf, in welchem er wirklich Effekt macht; und in dem Maaße hört er auf, als er diesen wirklich hervorbringt. Sobald von einem Ele- mente der Gränzfläche so viel nachgegeben wird, als ein anderes affi- cirt wird: so hört hier das Bestreben nach Bewegung auf; unterdes­sen jenes sie wirklich werden läßt. Könnte nun dieses Nachgeben, wenn es im Liquiden selbst geschehe, (verursacht durch die Nervenein- drücke auf die Oberfläche desselben) nicht der Anfang einer Perception mit Bewußtseyn, und das Ende aller physischen Wirkung, das heißt: des Erklärbaren, seyn? So wie umgekehrt die erste Modisication in dem- selben Liquiden durch Selbstthätigkeit (innere, durch sich selbst sich zum Wirken bestimmende, das ist: außerphysische Kraft) hervorgebracht, zwar das Ganze durch die allenthalben entstehende Tendenz zur Bewegung afficirte, aber sobald eine Wirkung vermöge des Liquiden selbst wirklich würde, auch aufhörte, bei demselben Grade des Drucks weiter oder mehr zu bewirken, und vielleicht dadurch selbst bestimmt zu.werden, in den vori- gen Zustand zurückzukehren, belehrt gleichsam durch das Gefühl, daß eine Kraft ausgegangen.

In wie weit nun das Liquide wirklich Bewegung hervorbringt, und nicht unter demselben Druck beharret, der in demselben hervorgebracht ist; in so sern muß, wenn eS nicht in sich selbst wirksam zu seyn aufhört, ein Effekt auf die Oberfläche desselben wirklich werden. Dieses giebt also, weil die Oberfläche mit der Endfläche der Nerven gemeinschaftlich ist, die­sen eine Impression, welche sie forkzupslanzen geschickt sind."

K *

iS