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aber kann das Wasser der Hirnhöhlen den Einsiuß des einen Nerven auf den andern zu vermitteln, und durch Rückwirkung des letzteren, die Vorstellung, die diesen correspondirt, in ein Bewußtseyn zu verknüpfen dienen, ohne daß sich diese Eindrücke vermischen, so wenig wie die Töne in einem vielstimmigen Concert vermischt durch die Luft fortgepfianzt werden."

§- 37 *

Die unvergleichlichen, meines^ErachkenS äußerst wichtigen, Versuche von Lhladni über die schönen und regelmäßigen, jedem Tone eige­nen Schwingungöformen, die sich nicht nur auf mit Sande bestreuten GlaStafeln, sondern selbst auf der Oberfläche des Wassers so deutlich zeigen, machen einigermaßen begreiflich, wie jeder Sinn ihm eigene, von denen der übrigen Sinne verschiedene, Schwingungöformen der Feuchtigkeit der Hirnhöhlen mittheilen kann.

Unmöglich nämlich können die Vibrationen oder Ostillationen der Hörnerven, oder die durch die wirkenden Hörnerven erfolgenden Bewe­gungen, so beschaffen seyn, als diejenigen die die Sehenerven eben der Flüssigkeit der Hirnhöhlen mittheilen, eben weil die Hörnerven §. r6. theils sich anders beschaffen endigen, theilS an einem andern Orte sich endigen, als die Sehenerven.

K. 38»

Unläugbar erfolgt eine Bewegung (sie sey auch, Welche sie wolle; sie geschehe auch, Wie sie wolle) in einem oder an einem eine Empfindung erregenden Nerven, mittelst welcher eine Empfindung entsteht. So lange nun dieser Nerve in aller Rücksicht der näm­liche bleibt, bleibt auch diese Bewegung in oder an ihm als die nämliche.