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Machen, wo nicht beweisen: Daß dies Sensoiiuin commune in dev Feuchtigkeit der Hirnhöhlen Ventriculorum Lerelui) bestehe, oder

in der Feuchtigkeit der Hirnhöhlen sich finde, oder wenigstens in der Feuchtigkeit der Hirnhöhlen gesucht werden müsse; kurz: daß die Flüs­sigkeit der Hirnhöhlen daö Organ desselben fiy.

§. 29.

Bisher suchte man immer nach einem soliden Theile, nach einer Stelle in der Hirnmasse selbst, in welcher sich alle Nerven concentrirten;

oder

So sagt Ith:Das Gehirn ist das eigentliche Organ der Seele." (Anthropologie. Bern 1794. §. 46.)Das sichtbare Gerüst einer feinen Organi, sation" (Ebend. §. 48.)Der Mittelpunkt der Empfindung und Bewegung." (Ebend. §. 49.)

Oder:Wenn wir die Stelle des Körpers für den Seelensitz halten müssen, wo die Wirkungen von dieser auf jenen anfangen, und wo die wechselweise Abhängigkeit von beiden am unmittelbarsten ist: so leitet diese Spur unfehlbar zum Gehirn hin, auf." (Ebend. Seite 204.)

Und Seite 209 äußerst treffend:Alles zusammengenommen scheint doch soviel ausgemacht, daß die Wirkung der Seelenkraft auf die Nervenanfänge gerichtet wer, den muß."

So auch im Zweiten Bande Seite 129:Daß unser Körper das Organ der Seele sey; daß sie gegen einander im Caussalverhältnisse stehen: muß der gesunde Menschenverstand etnräumen, sobald er ihre innige Vereinigung und Wechselwirkung beobachtet hat. Vermuthltch ist nur ein sehr feiner Theil des Nerven, systems für das Seelenorgan zu halten."

Wenn Eusebius Dalli in seinen Experiments on animal Electricity, etc. London 1795. Page 257. dagegen sagt:I am more inclined to believe, tliat. eveiy point of a Nerve is a Sensorium, tlian to limit the seat of the Sensations to the Brain;" so zeigt der Nachsatz:The Brain is one of the Instruments vyhich produce them, and without doubt, one of the most essential, and without which no change can happen of which the animal has a consciousness " deutlich, was man hievon zu halten hat; indem er den Vordersatz einschränkt, wo nicht völlig aufhebt.