andern der vier übrigen Sinne entbehren könnte), nach dem Hirtte zu erfolgende Bewegungen (§. iz), daferne sie sich weiter als die Wände der Hirnhöhlen erstrecken, in die Flüssigkeit der Hirnhöhlen übergehen.
§. 27.
Bis hieher glaube ich so ziemlich einen systematischen — zusammenhängenden — Gang eingehakten zu haben, welcher für das Folgende nicht so leicht möglich war. Jndeß habe ich doch die mannichfaltigen, zu sehr verschiedenen Zeiten und bei sehr verschiedenen Gelegenheiten mir beigekommenen Gedanken so zu ordnen gesucht, daß die vorhergehenden Sätze die folgenden erläutern.
$♦ 28.
Nehmen wir als ausgemacht an, daß es eine Gemeinschaftliche Empfindungsstelle (Sensorium commune) giebt; und daß solche sich im Hirne findet q); fo — glaube ich — läßt eS sich wahrscheinlich
q) Ich will nur einige Beläge aus den neuesten unbefangensten Philosophen anführen:
So sagt von Bonstetten, ein Lieblingsschüler des ehrwürdigen Bonn et: — „Unsere Sinne scheinen solche Werkzeuge zu seyn, die bestimmt sind die große „Wirkung auf einen Punkt, den wir Seele nennen, zu vereinigen. Alle Empfindung „gen scheinen auf ein gemeinsames Sensorimn zusammen zu prahlen. Vielleicht 6e; „weis't auch die Vergleichungskraft der Seele, daß alle Empfindungen auf eine uns „unerklärbare Art im innersten Wirkungspunkte znfammentreffen" — (Man s. in seinen Schriften, Zürch 179?, Seite 289: Ueber Tod und Unsterblichkeit.)
Und Heinse: — „Unser Gehirn scheint der hohe Rath der Republik zu seyn, „sich augenblicklich zu bewegen, und die neuen Erscheinungen und Gefühle der Sinne „aufzun hmen." — (Im Ardinqhello, Zweite Ausgabe. Seite 123.)
Nach Bon net — Oeuvres Tome V, page 2. — ist das ganze Hirn so wenig der Sitz der Seele, als das ganze 'Auge der Sitz des Gesichtes; weil sich sol, ches mir den Erscheinungen unsers Wesens nicht zusammenreimen lasse.