Aeußerst wichtig ist G antor ini's I<) Beobachtung, dev in einem sehr fein hörenden blinden Manne diese Hirnendigungen des Hörnerven- Paares auffallender deutlich über die Fläche der Wand dieser Vierten Hirn höhle vorstehend fand.
„Miranda — setzt er hinzu — naturae * sollerlia, quae caeco „homini sic caeteros praestiterit sensus, atque liunc prae caeteris. „Revera ubi tarn firmae, tarn exstantes valentesque eae fibrae erant, „rationi consonum est suspicari, acerriinum sensuin fuisse. e. s. p."
Lobstein will einen breiten Streifen vom Sehenervenhügel der Hirnendigung des HörnervenS beigemischt gesehen haben.
Dieses NervenpaareS Anfang oder äußerstes Hirnende ist so offen- bar und deutlich von der Natur selbst dargelegt, daß eS wahrlich ungereimt ftyn würde, in Rücksicht der Hirnenden des HörnervenpaareS noch etwas mehr durch die Kunst entdecken zu wollen.
An diesem Hirnnervenpaare wenigstens zeigt uns die Natur also selbst unwidersprechlich klar und deutlich die äußerste wahre En di- gung eines NervenpaareS, das wahre Aufhören desselben, die wahre Granze desselben im Hirne. — Da man aber mit gleichem Grunde sagen kann: DerHörnerven geht zum Hirne, als: Der Hörnerven kommt vom Hirne, so läßt sich dieser Satz auch so ausdrücken: An diesem Hirnnervenpaare wenigstens zeigt uns die Natur selbst klar und deutlich den ersten — äußersten — wahren Anfang und den wahren Ursprung eines Nervens — oder die eigentlichen, die ersten, die geendigten, die äußersten Würzelchen desselben im Hirne.
Eben so allgemein bekannt ist es auch, daß diese Anfänge oder Hirnenden deö HörnervenpaareS die Feuchtigkeit der Vierten Hirnhöhte
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k) Tabula posthuma. Pag. 24.