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s. 15.

In der Ausführung dieses Satzes durch die einzelnen Nervenpaare, will ich von den leichtesten und bekanntesten anatomischen Datis anfan­gen, und durch schwerere und weniger bekannte Data zu den schwersten unbekannten oder neuen fortgehen.

Daher kann ich auch nicht die Nerven in der oben (§. 10) ange­gebenen Ordnung aufstellen; sondern muß mit demjenigen Nervenpaare anfangen, an dem es gar keine Schwierigkeit hat sich von der Wahrheit des aufgestellten Satzes vollkommen zu überzeugen.

Es findet sich nämlich ein merkwürdiger Unterschied unter den Nerven in dieser Hinsicht. Einige Nerven nämlich zeigen dem Auge des Forschers ihre wahrhaft äußersten oder letzten Hirnextreme, ohne alle Präparation, gleichsam entblößt oder nackt auf den Wänden der Hirn­höhlen rein und nett abgesondert, so deutlich, daß man nur die Hirn- höhlen zu öffnen braucht, um sie sogleich deutlich wahrzunehmen. So das Hörnervenpaar §. 16, und zum Thelle das Sshenervenpaar H. 17.

Andere Nerven hingegen zeigen ihre Hirnextremitäten nur in einem gewissen Alter, oder nur in gewissen Thieren, ohne alle Präparation nackt und deutlich. So das Riechnervenpaar §. ig.

Andere Nerven zeigen ihre Hirnextreme ohne alle Präparation den Wänden der Hirnhöhlen nur sehr nahe. So das Vierte und eini­germaßen auch das Dritte Hirnnervenpaar §. 19, 20.

Andere Nerven aber zeigen ihre Hirnextreme bis auf die Wände der Hirnhöhlen fortgesetzt nur nach künstlicher Präparation, nach Ein­schnitten, die nicht allemal gelingen, und auch, wenn sie gelingen, doch nicht immer zu gleicher Deutlichkeit führen. So das Fünfte Hirnner­venpaar H. 21.

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