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Auch I. D. Metzger*) sagt: „Um dem Callus „d i e n ö t h i g c n G r e n z e n zu sehen, muß das eingerichtete „ Glied durch zweckmäßige Binden, Kompressen und Schien „ nen in seiner Lage erhalten werden."
H. Callisen **) nimmt auch einen; allzu starken Wachsthum derVeinnarbe (des Eallus) an, ungeachtet er übrigens mit Pott sehr richtig sagt, daß der allzu starke Wach öth um der Beinnarbe auf keine Weise vermittelst einer Cirkelbinde, sondern durch eine gehörige Aneinanderbringung und Befestigung der Knochenstücke verhindert werde. — Asseln ein allzu starker Wachsthum ist nie zu besorgen.
Noch wett ernsthaftere Mittel will dieser vermeintlichen Wucherung des Callus Herr G. Heuermann***) entgegen gesetzt wissen.
„Zuweilen begiebt es sich", sind seine Worte — "vornehmlich bei jungen Personen und wenn ein Fieber zugegen „ist, daß der CassuS — überflüßig zunimmt. Zn einem fofr „ chen Falle nun kommen diejenigen Mittel zu Statten, „welche die Menge der Feuchtigkeiten heben, zugleich den gar „ zu starken Andrang derselben mindern, und von dem verletz, „ten Theile abwenden — Aderlässen, abführende Arzneien, „sparsame Diät, gelinde Reibung, und eine stärkere Zusam, „mendrückung zur Befestigung der schlaffen Gefäße sind „ dienlich."
Allein, wie ich ans obigen Bccbachtilngen sowohl, als aus Erfahrungen am Krankenbette weiß, kann man ganz sicher dem
*) Handbuch der Chirurgie. Jena, 1791. §. H 99 -
*') System der neueren Wundarzneikunst. Kopenhagen, 1788 - §.1248.
***) 2 lbhaudlungeu Ser vornehmsten Chirurgische!! Operationen. Drikr
1 er 2 ?anö. Kopenhagen, 178Z. Kap. 5Z- §. 88 i. Seite r?7-
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