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schenknorpelbanö ( Fig. H. «.) blieb hier noch ziemlich un­versehrt, während daß der Knochen zerbrach. Die übrigen von mir schon oben genannten Gelenkbänder der Wirbel zer­rissen freilich!

So hat man einen genau untersuchten und schön abge­bildeten Fall, wo zwei Halswirbel vorn und hinten zerbrachen, ohne daß die Bänder zerrissen *). -

Von der Kniescheibe ist es bekannt, daß sie ebenfalls eher, als das Sehnenband,>durch welches sie am Schienbein hängt (LigamentumPatellac), zerreißt, ja, baß, wie Camper er^ wiesen hat, die Kniescheibe gewöhnlich durch die Gewalt der Muskeln zerreißt, nicht durch einen Fall zerbricht.

Die Ursache scheint in der Zähigkeit der Bänder, und in der Sprödigkeit der Knochen zu liegen; da zuverlässig, unter übrigens gleichen Umständen, ein Band wegen seiner Zähig­keit kräftiger, als ein Knochen, einer gleichen Gewalt wi­dersteht.

2 ) Man sieht, daß durch äußere Gewalt von hinten, ohne Zerbrechung der Dornfortsatze und Querfortsatze, die doch zuerst den Schlag erhalten, der Körper eines Wirbel- beins zerbrechen kann; etwa, weil der Bogen eines Wirbels leichter aus seiner Verbindung weicht, hingegen der Körper leichter zerbricht, als ausweicht.

3 ) Man sicht aus d i esem-VeisMo a rrch> daß es eigent, lieh nur Eine Art Brüche, nemlich schräge, gicbt und geben kann; und daß die sogenannten trän ev er selten Brüche

*) Ludwig Programma de Paraplegia ex fractura vertebrarum - . Colli Lipsiae, 1767. ftcht auch ilt den Adversariis medico-

practicis Vol, 111 , Lipsiae 1771.