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Praktische Vorurtheile, die so allgemein ausgebreitet sind, pflegen gewöhnlich doch einiges Wahre zur Stütze ' zu haben. Wir handeln oft nach Gründen, die nicht der Verstand erkannt, und fich gesagt, sondern die uns ein gewisses Gefühl gelehrt hat. Ein Knabe wird alle-' mal über Mädchen nach seiner Art herrschen, ohne zu wissen, daß er herrscht, noch weniger, daß ec seines festem starkem Körpers wegen herrscht, und wenn er auch völlig mit ihnen in Nahrungsmitteln, Leibesübung, Kleidung, gleich gehalten wird/ Ich habe vielleicht die seltenste Gelegenheit gehabt, davon einen überzeugenden Beweis zu sehen. Prinz D... G^.. ward von der frühsten Jugend an in allem, was sowohl die moralische, als physische Bildung betraf, mit seiner Schwester, soviel cs nur angieng, gleicherzogen, und doch blieb immer des weiblichen vom
männlichen sehr auffallend. Erfahrung zeigt uns THatsachen ; Nachdenken aber findet oft sehr spat den Grund, warum sie geschehen.
Es ist nun nicht das Geschäft des Zergliederers, die moralischen Ursachen einer so wichtigen Tharsache aus- zuforschen: desto mehr aber könnte man vielleicht die Untersuchung von ihm erwarten, ob im Baue und in der Einrichtung des Körpers sich etwan Verschiedenheiten, sichere, bestimmte, merkliche " nicht blos zufällige Unterschiede, finden, die dem Mohren eine niedrigere Staffel am Throne der Menschheit anzuweisen scheinen«
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