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masse als die versteiiiten Knochen bis auf die quarzartigen Theil- chen auf 97 ).

Unser hochverehrter College Gehlen verpflichtete mich durch folgende Note:

Die kleinen Stückchen von dem Skelet des versteinten Ga- vials wurden mit sehr verdünnter reiner Salpetersäure übergossen. Sie wurden davon unter sehr mäfsigem Aufbrausen angegriffen, das nur an einigen Punkten, wo Theilchen der umhüllenden Kalkmas- se safsen, lebhafter war. Die Auflösung ging langsam vor sich, und während derselben sonderten sich kleine leichte Flocken ab, welche die Flüssigkeit trübten. Von einem gröfsern Stückchen fand sich am folgenden Morgen noch eine dünne Scheibe unaufge- löst, und an dieser konnte man schon mit blofsem Auge, noch mehr aber mit der Lupe, sehr schön ein ganz organisches Gewebe wahrnehmen. Die Auflösung wurde klar abgegossen und in drey Theile getheilt:

Der erste Antheil wurde mit ätzendem Ammonium versetzt, das einen Niederschlag gab von dem äufsern Ansehen, wie er dem phosphorsauren Kalk unter diesen Umständen eigen ist. Er wurde ausgewaschen, hierauf mit verdünnter Essigsäure aufgelöst, (was ohne alles Aufbrausen geschah,) und die Flüssigkeit nun wieder mit so viel Ammonium versetzt, dafs die über dem entstandenen Nieder­schlage befindliche Flüssigkeit noch Sauer blieb. Der Niederschlag setzte sieh bald krystallinisch - pulverig zusammen, und nach dem Auswaschen und Trocknen vor dem Löthrohr geprüft, schmolz er

«un-

§ 7 ) Baudebard de Ferussac Allgemeine Bemerkungen über die Versteine­rungen des Erdreich« süfser Gewässer im Bulletin de la soc. philomatique 1813 , August, ausgezogeii in Gilberts Annalen der Physik. Band i5, 4> Stück i8i3» führt an, dafs man Knochen von Krokodilen in Gyps gefunden habe.

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