Die Aeußere Halste , sowohl des Rechten, als des Linken Mundes, scheknt kleiner, als die Innere. Die Aeußere Hälfte des Linken Mundes ist daher nicht, .wie man glauben konnte, der Zeichnung wegen, auf der Tafel verkürzt, sondern beynahe ganz natürlich vorgestellt.
Die Oberlippe öeö Rechten Mundes ist glatt, und bildet nicht, wie die des Linken Mundes, unter der Nasenscheidewand die gewöhnliche Telle oder Rinne.
8) Die in einander übergehenden Innern Wangen sind breiter, als beym vorigen, daher die Nase und der Mund des Rechten Kopfes von der Nase und vom Munde des Linken viel weiter entfernt erscheinen. Auch die Vertiefung, die die Granze zwischen der Wange des Rechten und der des Linken Gesichts bestimmt, zeigt deutlich, daß die Innere Wange jeder KopMlste für sich größer, als am vorigen, ist.
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Die Ohren sind eben so wenig, als am vorigen, von vorne her sichtbar, sondern liegen hinten, ganz miögestalret, auf den Schultern; doch scheint das Rechte ein wenig größer.
§«- 3 §.
Dieselben Knochen des Kopfes, die beym Ersten und Zweiten Kinde fehlten, vermißt man auch hier. Statt des Hirnes sieht man zwei unförmliche Klumpen, die nach unten zu zusammen- stießen. Der Klumpen des Linken Kopfes ist fast noch einmal so groß, als jener des Rechten Kopfes. Beide scheinen mit einer nicht stark gefalteten Haut überzogen zu seyn. Beym Ein- schneiden fand ich innerhalb alles verdorben. Ans dem Grunde der Stelle, auf dem die Klumpen liegen, ragt, wie beym vorigen, eine knöcherne Spitze hervor, die gemeinschaftlich mir der Haut Le6 Klumpens überzogen ist» Diese membranartige Haut verliert sich ringsum nach unten zu in Die wahre Haut des Nackenmarks und bedeckt den Obersten Theil des Rückenmarks, der von ihr heruntersteigt. Die Stelle, wo sich diese Haut, die die Feste Hirnhaut vorstellt, findet, unterscheidet sich ohngefahr von der angranzenden natürlichen, wie die Narbe einer Wunde mit Verlust von vieler Masse von einer gesunden Haut. Die Haut stießt zwar mit der natürlichen zusammen, Loch ist der Unterschied sehr merklich.
§. 39 *
In der Lendenwirbelgegend sieht man hinterwärts eine mäßige Vertiefung, die ein wahres Fehlen desjenigen Therls des Nückgrathö und der Haut verrath, der nach hinten zu den Kanal fürs Rückenmark schließen soll (eine sogenannte Spina bifida). Diese Stelle ist schwielig, beym Attsbewahren beschädigt worden, und ganz schwarz. Durchs Gefühl entdeckt man leicht, daß sich dieser Fehler des Nückgrathö sowohl etwas höher hinauf, als tiefer hinunter, unter der gesund scheinenden Haut erstreckt, welches man durchs Gesicht nicht errarhen würde. Eine von außen hineingebrachte Sonde kam oben zum großen Loche für's Rückenmark heraus.
Nach dem Einschneiden dieser schadhaften Stelle fand ich Spuren von den Ursprüngen der Untersten Rückenmarksnerven oder vom sogenannten Pferdeschweife, oder mit geronnenem und verhärtetem Blute angefüllt. .
Die Körper der Wirbel, die zu dieser Stelle gehören, schienen zwar gesund, fühlten sich aber doch wie doppelt an.
§. 40.
Die Leber und Gallenblase schienen natürlich, die Wlz aber lag sehr hoch unter der Rechten Lunge, wie in einer Aushöhlung derselben, doch durch's Zmepchfell von ihr abgesondert.
Der sehr znsammengezogene Magen lag queer, gieng hoch hinter die, Linke Lunge, von der ihn, wie natürlich, der Zwerchmuskel absonderte, hinauf, und nahm den schon vor dem Eintritte in die Brust zu einem einfachen, aber sehr breiten und weitenRohre vereinigten Schlund auf.-.
Die übrissen Dünnen und Dicken Darme waren natürlich,
Die Nieren waren, wie gewöhnlich, beschaffen, und Hatten oberhalb natürlich anssehenöe Nebennieren, die wenigstens größer, als die in den beiden ersten Fallen waren. Auch lag die Rechte Niere höher, als die Linke.
Der Uterus und die Urinblase verriethen nichts besonders.
41,
Die Luftröhre bildete schön ön- wo sie in die Ernst trat, einen ansehnlichen Kanal.
Die Thymus war sehr park»
Das