F ü n f t e T a f e l.

§ 33 *

D^hngeachtet diese Misgebmt der vorigen am ähnlichsten ist, läßt sie sich doch, in Ansehung deS " Gesichtes, sowohl von ihr, als von der folgenden, unterscheiden, da sie zwischen ihnen beiden das Mittel halt; doch so, daß sie der vorhergehenden naher ist, als der folgenden. Die vorige nämlich zeigte vhngefahr zwei' Zweidrittelgesichter, diese ^ ohngefähr zwei Dreiviertelgesichrer, die folgende hingegen erscheint mit zwei beynahe ganzen Gesichtern (st).

Man sieht leicht aus der sehr genauen Abbildung, daß diese gleichfalls weibliche Misgebmt, junger und unreifer, als die zwei vorhergehenden, doch über etwas starker, als die nächstfolgende, ist. Sie wiegt i Pfund und 2oj Lothe, und war bis auf den Klumpen, der das Hirn Vorstellt, gut und sehr sauber erhalten.

- § 34 * '

Von der ganz zusammengetrockneten Nabelschnur ist nur noch ein sehr kleines Restchen übrig. Die Hände, die Füße, die Brust und der Unterleib sind wohl gestaltet, rund und fett, wie bey andern Kindern von diesem Alter und von dieser Größe; doch mit einer viel zartem Haut, als das vorige Kind, überzogen.

Dev ganze Körper , vorzüglich das Gesicht, ist mit einem seidenfeittM Haare bedeckt.

Die Nagel sind noch sehr zart.

§.

Der Brustkörper (Dstorax) ist verhalwißmaßig sehr viel breiter, als gewöhnlich.

Die Aeußere GeschlechkstheLle und der After scheinen natürlich beschaffen.

§. 36*

Auffallend unterscheidet sich der Doppelrkopf dieses Kindes von dem vorhergehenden,

1) Durch die Hervorragung über die Brust, daher die Auskehlung unterm Kinne sich dem

gewöhnlichen Baue schon mehr nähert, und der Kopf von der Brust ganz abgeschieden erscheint, hie bey dem vorigen Kinde in einer geraden Flache sich in einander verlieren. Und keinen Hals nach vorne zu unterscheiden lassen, der bey diesem, so kurz er auch ist, doch deutlich bemerkt werden kaum .

2) Sind hier die beiden Innern Augen von einander abgesondert.

3) Die Lieder der Innern Augen sind vollständig; nur bilden sie keine scharfe Aeußere Winkel, sondern daö Obere Augenlied der Rechten Kopfhälfte geht, ohne sich mit dem Untern Augenliede zu einem sogenannten Winkel (Canthtis) $u verbinden, in daö Obere Augenlied der Linken Köpfhalste über/ Ein gleiches bemerkt man auch an den Untern Augenliedern.

4) Alle vier Augapfel sind stroßend voll, glatt und hervorragend, und, wie es scheint, natürlich gebildet. Ihre Augenlieder haben zane Wimpern. Auch die Dhräuenpunkte bemerkt man an den gewöhnlichen Stellen. Von Augenbmmn'n aber finde ich kerne Spur.

5) Die Stirne ist, in Ansehung des Mittlern AugenpaareS, langer, als beym vorher^

gehenden, übrigens aber eben so, wie bey den zwei ersten, mit einem dicht- und langhaarigen, franzenartigen Saume, so wie der ganze übrige Umkreis der Haut gegen das Hirn zu, geendigt, zeigt aber nicht, wie die Wangen, durch irgend eine Vertiefung einen deutlichen Unterschied zwischen dem Rechten und Linken Gesichte. '

6) Die Nasm sind , wie beym vorigen, nach auffett gekrümmt, und gepletscht (in etwas starker, vielleicht mit durch ein Andrücken gegen das Glas, worin sie ehedem aufbewahret wurden). Die Aeussere Nasenflügel und Nasenlöcher sind verhalmiß mäßig stärker und größer, auch beträchtlich höher hinaufgezogen, als die Innern, welches sich bey dem vorigen Kinde just umgekehrt verhielt.'

7) Die Lippen sind natürlich gebildet, ohne irgend eine entfernte Spur von Spaltung (Hasenscharte). Die Oberlippe scheine an jedem Gesichte etwas zu kurz, und kaum den Oberkiefer, der in die Oeffnung des Mundes hervorragt, bedecken zu können.

Die

(h) Ich besitze Me ähnliche Misgebnrt

einer Taube-