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§. 29.
Betrachten wir diese Misgebutt von hinten, so finden wir mchtnur das ganze Hirn, nebst seiner knöchernen Sch aale, sondern auch die hantige, fleischige und knöcherne Bedeckung des Rückenmarks fehlen. Diese ganze Stelle sieht vertieft und schwarz aus, und nur nach unten zu ist noch etwas von dem sogenannten Pferdeschweife vorhanden. In der Mitte derjenigen Stelle, die eigentlich das Hirn einnehmen sollte, findet sich ein ansehnlicher Höcker.
§. ZO.
Die Haut auf der Brust ist ungemein dick und fett.
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Die Eingeweide des Unterleibes waren ziemlich natürlich. Die Leber, die Nabelvene, die Gallenblase, und die Milz fand ich ziemlich natürlich.
Der Scblunv des Rechten Kopfes begab sich mit dem Schlunde des Linken Kopfes unter einem stumpfen Winkel in einen einzigen zusammen, der sehr stark von Häuten, und außerordentlich weit in den höher hinter der Leber liegenden, sehr zusammengezogenen, Magen sich verlohr, welcher Magen gleichsam nur (siehe Figur 5.) einen Blinden Anhang des Darmkanals vorstellte.
Die Dünnen Darme waren sehr zufammengezogen; nur lag ihr Ende auf der Linken Seite durch festen Zellstoff, nebst dem Wurmförmigen Fortsätze, mit dem Zwölffingerdärme verbunden.
Die Dicken Därme.hatten nicht ihre gewöhnliche Lage , sondern waren hin und wieder sonderbar verbunden (siehe Figur 6.) , übrigens mit KindSuurathe (Meconium) angefüllt.
Das Pancreas oder die Bauchspeicheldrüse war ziemlich stark.
Die Nieren waren beiderseits da; auch fand ich, wiewohl mit einiger Mühe, die Nebem meren. j,.
Die Urinblase und der Uterus schienen nichts Abweichendes zu zeigen.
8- 3 2.
Die Lunge , das Herz und die Thymus schienen, wie gewöhnlich bey todtgebohrnen Kindern, beschaffen.
Auch die Luftröhre war in der Brust nur einfach, und theilre sich dann, wie sie gewöhnlich pflegt, in die Luströhrenaste; zuoberst aber zeigte sie einen dicken knorpligen Ring.
Sehr merkwürdig wäre es annoch, die Knochen des Kopfes, besonders den Unterkiefer, und die Halswirbel und Rückenwirbel zu untersuchen.
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