#
—ii
D t i t t e Ta f e l.
§> 2Z.
Eine zweiköpfige weibliche Misgeburt, dem Ansehen nach mit drei Augen. Im'Ganzen Ist. fie alter, durchaus vollkommener, starker- am übrigen Leibe, den Kopf ausgenommen, als des auf der Ersten Tafel, auch ziemlich fett und rund. Daß sie vollkommener und ihrer Zeitigung naher ist, zeigt auch das größere Gewicht von 2 Pfunden, iy\ iotjje* •
Unter den übrigen war diese Misgeburt am schlechtesten erhalten. Sie stack m einem elenden Glase, worin es am Weingeiste fehlte; und das ganze Kind war mit Schmutze fo bedeckt,
. daß eö eine besondere Reinigung erforderte Zum Glücke hatte es aber sonst nicht zu sehr gelitten; auch war eö nicht, wie einige der folgenden, Vorher geöffnet, noch sonst Mit dem' Messer untersucht worden.
Die Stellung der Glieder hat der Zeichner gelassen, wie sie sich im Weingeiste befindet.
§. 24.
Die Nabelschnur ist. langer, als am vorhergehenden Kinde, und noch ganz frisch. Der Körper ist mit einer zarten Wolle (lanngo) bedeckt; die Nagel an den wohlgestalteten Fingern und Zehen deutlich, Und nach Verhältnisse des Alters ausgebildet.
' ■ , §*25. ,. ■,
Die Brust Und der Unterleib scheinen überhaupt etwas kürzer, ■ und, besonders die- Brust, sehr viel breiter, als gewöhnlich ; die GeschlechtStheile und der Aster sind natürlich.
§. 16.
Der Kopf steckt so tief zwischen den Schultern, daß es aussieht, als fehle der Hals. Das Kinn steht nicht im mindesten vor, sondern verliert sich in derselbigen Ebene glatt gegen dis Brust herunter.
Das Ansehen dieses DoppelLkopfes lehrt die Abbildung am deutlichsten. Im Ganzen ist er von der Art, als wenn er aus zwei Zweidrittel Gesichtem zusammen gewachsen wäre.
Ein Kops, öder, wenn matt lieber will, eine Kbpfhälste ist zwar der andern, nach den Gesehen der Symmetrie, fast völlig gleich und ähnlich; doch wird man finden, wenn man alles genauer ansieht, daß die Rechte Kopshalfte etwas großer ist; denn nicht nur die Rechte Halste des Gemeinschaftlichen oder des Mittlern Auges ist, wie auch sein Oberes und Unteres Lied oder Deckel nicht nur größer, sondern auch die Innere Wange des Rechten Kopses, die durch eine schwache Vertiefung von der Innern Wange des Linken abgesondert wird, ist breiter, ihr Mund ein wenig langer, besonders aber ihr Ohr ansehnlicher, und besser ausgebildet.
Die Öhren liegen ganz nach hinten, so daß matt sie, außer ein weniges vom Rechten, vorwärts nicht zu sehen bekommt, Lies auf. den Schultern, sind sehr verunstaltet, -klein und zu sann mengedmckt; doch ist, wie gesagt, das Rechte ein wenig besser gebildet- auch größer, als daS' Linke Ohr..
Jede Nase ist gebogen, so, daß die Wölbung oder ConvexitaL nach außen gerichtet ist; jede ist platt, und in der Mitte breiter, als gewöhnlich, ohngefahr wie das Kind auf der Ersten < Tafel. An jeder liegkchas Innere Nasenloch höher', als das Aeußere. Das Aeußere geht durch eine sogenannte Hasenscharte mit der Mundhöhle zusammen, da in dem Falle von vatt Doeve^ ren das Innere Nasenloch mit dieser Spalte sich vereinigt.
Jede Unterlippe ist ziemlich natürlich; allein jede Oberlippe ist nach dem Aeußertt Nasem loche hin gespalten, so daß die Nasenhöhle und Mundhöhle in Verbindung kommen.
Sowohl der Rechte - als der. Unke Mund enthalt eine natürlich scheinende Zunge.
§. -7.
Die beiden AeußekN Augcil sind dem Ansehen nach gut gebildet; besonders erscheint Lee Linke Augapfel rund und ausgefüllt; auch ihre Lieder, sowohl die Obern als die Untern, sind vollkommen, und mit Wimpern besetzt; auch ihre sogenannten Winkel sind, wie gewöhnlich beschaffen;
Cs auch