II

welcher einen gauckler Zu seinem Herren hatte, derselbig Hund konte in Gchawspiclen mancherley gestalt vnd Personen an sich nemen / also daß es ihm auch kein Ebcnthcwrer konte naehthun/ vnd sonderlich vnder andern konte er auch mei­sterlich/ wie ein mensch am gisst stürbe/ weisen : Er nam ein bißlein brods/ welches mitopio vnnd mahnsafft zugencht wäre / doch in gestalt als wenn es glfft were / vnd schlucket es zu!sich/von stund an stellet er sich toll/licffhin vnd wieder/zit­tert vnd torekclte. Endlichen fiel er gar darnieder/strecket sei­ne viere von sich / gleich als wenn er gestorben/ließ sich auch angreiffen / auffheben / hintragen / wie das Spiel erfordert. Darnach/wenn er gelegene zeit/thet er ein wenig bellen/glcich alswenneraußeinem schlaffe erwachet vnd Haupt vnd glie- derallgemachlig regen : die äugen auff jm allenthalben vmb sich sehen- Endlichen stund er auff/ war frölich / sprang vnd gieng zu dem welche erzustunde.Solches konte er so lustig hübsch agieren/das sich der gantze platz / vnd der Keyser selbst (welcher dazumal darbey war) darüber verwundern muste. Diß ist ein wunderbare geschichtrdre nachfolgere aber/ ob sie wol nicht so gut / wil ich sie doch setzen. Es gedenckt eben der- selbige Scribent/ daß ein Hundgcwcsen/welchergar offtauß einem Dclkrug das Del in sich zu surffeln lustgenagen.Vnd wann er nicht gar voll gewesen / hat er kleine stcinlein in den Krug fallen lassen/damit denn dasDelherauffcrgesticgen/vrr er also seine begierde ersettiget: das sind geschwinde possen/ vnd es soltwolcinerauß dengcschichten/soder Nicetas Cho- n iates erzchlet sagen / daß fu ein sonderlich verstand vnd klug- hcit bey sich hekten. Nach dem Balduinus eilt Graffin Flan­dern / vnd die Latina die Statt Thessalonicam erobert / wel­che doch demnach die Griechen in jhre gewalt vnd »nacht be­kamen/ geschahe ein groß ^Blutvergiesscr» auffbciterr feiten.

Aber