Theorischer Bericht

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^<Aglerch in dem enfferttcheii/so fie venvrmdet odergeschwieng siird/ Stein er- pfiantzet wcrden.Dessen ich auß Erfahrnuß zwey Exerrrpel einführen wil. Zu Zerwrc in einer Statt / vnter dem Gebier der löblichen Printzerr von Anheilt/ ist etn Knab/auffdreyzehen Jabralt/mit der Steinsucht beladen/ von einem vn- erfahrnen Bruch oder Steinschneider geschnitten worden / welchem folgendes auß Vnfleiß vnrrd Hinlässigkeit deß Meisters der Schnitt in der Blasen vecklie- ben/dardlrrch der Harr: ohn vrrterlaß/ vnd nicht durch den natürlichen Canal/ge- flojfen.Als solches auch ein karige Zeit gewähret/ hat sich vmb denfelbigen Durch­gang deß Schnitts ein sihleimechre Feuchtigkeit angehenckt / welche allgemachs in eures aschfarben SteirrsHarte verwandelt/vnd newe/ja viel grössereSchmcr- henvnndspannen der Blater erweckt dann zuvor/ weil das lemgeLochdardurch verstopjst worderr / durch welches der Harn außgeschickt ward: So hat auch diese Beschwerlichkeit nicht vermocht hinweg genommen zu werden/dann durch einen newen Blaterschmtk t danir dieser Stem war schon allbereit groß. Nachdem dann derKnab zu dem arrdern mahl durch einen erfahrnen vnnd berühmbten Meister geschnitten worden/ist jhm der Stein zudem aridem mahl auch herauß gmommen/eraber-der Knab seiner rechten natürlichen Gesundtheit begabt wor- dM.ieenrmLNnus.

In Hauptwunden hab ich offt weissc Steinlein gesehen/so an den Purstem gehangen silrd.1^eoj)hliLÜu§ paracellüs.

Don Steinen/so in den eusserlichen Theilen deß Lerbs/sondcrlich in den Gleychen erpflantzt worden.

Das neundtzehende Capitel.

A. Stein außder SrattRochlitz. D. Stein von Trebin in der Marck.