so Theottscher Belicht

Vnttl andern mancherley Sachen / so von den Steinen geschrieben worden/ ist das jenige auch wol werth auffzuzeichnen / daß/ wer! ich mich in Menschlichem Aufschnitt bearbeytete/ ich in dem lmckcnHochbälglein ein weisses Stcinlein/ glitzendl/schier als einEdelgestein/ vngesehr anBildmuS als ein Linsen /doch grosser befunden. Als solchen Stein der hochgelehrte Philippus Mentzelms, man freundlicher Herr GolleZa, so damahln auch zugegen gewesen / gesehen/ sprach er/man köndte densclbigen Stein wol vnd recht Orchiten nenncwrc nach Obsenmtion vn Beschreibung G/riact welcher solch Exempel D Schen-

cken zugeschrieben.

JmJarnach Christi Gebührt is^.hat der hochgelehtte Ioan.Knoblochius, als er ein jlrstificierte Person durch das Schwerdt anatomisiette / irr dein rechten Hochbalglein einwcijsts Steinlein/als ein Linsen/gefunden/ welches er wegen felhamkeit dieser Sach noch heutiges Tags auffbehelt/wie ers dan D. Schencken dmr eitern zugeschrieben.

Es werden auch Stein in der Macht oder SchamdrüsenRefier/in^uina ge- heisscn/ erpflarrtzt / wie dann Johann Arculanus zumahl mit dem hochberühmb- ten h4.6enedicto de heonihus zu Veron gesehen.

Als ein Dienstmagdt/Vpleridis in haiiilaarr jrerJugcndt fleifchlichesWol- lusts pflegke/befande sie Schmerlen vmb die Scham herumb: fonsten aber klagte sie sich nit/doch hat sie niemaln vermocht schwanger zu werden-Änd als sie in das ftchtzigsteJahr geschritten / litte sie nach Mittag hejftigen Schmerlen / als wolte sie gebühren. Als solche vor Mittag viel Zwiebeln gessen / noch mit viel grössern Wehen vnd Schmerlen beladen/hat sie etwas rauchcs indemGebährmutter- hals wargenomnrcn/vn als jhr folgendtS Ohnmachten erfolgeten/hat ein andere Fraw derofelbeil mit der Handt einen rauhen Stein herauß gezogen in zimlicher

Grossc.Pippocrares.

Es werden offtermahln Stein in der Gebärmutter ftlbsten erpflantzet / re. Acrius.

Marhlius de Sancta Sophia bezeuget M seinen (Commentaris in Auicen- nam geschrieben / daß er einen Gebarmutterstein gesehen / wie jhn darumb Mar­cellus Ponatus allegiert.

Es erwachsen für gewiß in der Gallblasen Stein/vnd in dem Magen/selten m der Gebärmutter wegen der ausrechten Lagerstatt.Gardanus. ,

Gemma meldet/daß er auch Gebarmutterstein zu Hauß hab.

XVierur gedencket/ daß zween Stein auß der Gebärmutter genommen wor­den.

Andreas