Von den Steinen im Menschlichen Leib. 71

Harn m der Blaterverfamblet/ die Macht heftig geschwollen / weil nemblich die Blater vber die maßen sich außgedahnet vund ausigespanncil / weil ich emwedcrs in dieftn vnlcidentlichen Schmerlen-nach grosser Schwachheit rund Verlust meiner Kräfftei: / oder nach Zersprengung der Bluter zu sterben gedachte/ hab ich zuvor inniglich vn d heiß mein Gebet zu Gott geschickt/ vnd dann ein Tranck von klrilonio, Wein/vnd Wechholder Spirii u eingenommen/ da ich dann also auff diezwo Stundt in Gefahr meines Lebens gestanden- Vnd als ich mit allen mei­nen ^äfften / auch mit auffgeregtem vnnd auffgeblasencm Leib/ mit zusammen gctrucktem Barrch/ja mit aller Macht vnd Gewaltdcn Harn vnd Steil: zu dem Außgang befürdcrtc: siehezu/ empfinde ich / daß vnverhoffentlich der Stein auß dem Blaterbals in den Harngang gestoßen/ vnd allda zerbrocherr wordei: / vnnd sind alsbaldt mit vilseglichem Gewalt drey ablänge Stein auff zween Schritt mit einer groffen Menge Harns / nicht ohne sonderbahre Hofflnmg( durch die GnadeGottes)mcmes Lebens von mir gesprungen vnd geschossen-Nachdem ich nach solcher schweren Gebührt widerumb ein wenig mich erholt/ hab ich mrr diese meine außgeworffene Stein bringen lasser:/ welche / l:achdem ich sie fleißig besich­tiget /befände ich schembarliche Anzeigungen/ an welchem Ort sie an einander hassteten/fttzte dicStücklem widerumb zufammen/da sie dann gantzlich einForm als der lai:ge Pfeffer gehabt haben. Baldt darnach hab ich widerumb mehr dann drey Pfundt Harn von mir gelassen/welche Stein zuvor ohnallenZweiffel in erfüllter Blater durch die Harngai:g hii:auffwarts den Nierei: zu verborgen la- zen. Nach außgelaherter Blater hat sich der Harn widerumb durch die gewön- liche Canal gelassei: in die Blater / vnnd was gleichsam als die Nachge­burt r:och hinderstellig gewefen/außgeführt.Ioannes Schenck/deralm-

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