Von den Steinen im Menschlichen Leib. 6$
nen vnderscheiden werden können: Daß aber dassclbigemchrmheilsfalschist/er- lemen wir auß Menschlichem AuUchnitt : Vnderweilen sind nicht allezeit die Nierenstein rot oder Saffrangelb / sondern sie werden offtermahln weiß vnnd aschenfarb ersehen/dessen ich viel Exempel einziehen köndte/wil doch eins allem einführen. Ich sprich / daß ich gesehen hab in Episcopo Senogaliensi , dessen ich nichrlangzüvor gedacht / einen weißen Stein /einer sondcrbahren Grösse / so den r Ansang deß Hamgangslnirgchabt/dre andere Nierenhölung aber war schier mit
! vnzahlbaren Steinlein angefüllet.6arrho1.Eulbachiu5.
' ^ Es ist diß folgende Wunderwerck der Natur auch nicht zu verschweigen / so
vns in dem Leichiratn deß Ehrwürdigen Generals der Carmeliter zu sthen wor- . ' « " den/ dessen der eine Nieren einen Stern / einer sonderbaren Grösse / bey sich ge-
^ habt/ welcher von dem weiten Stammen deß Harngangs seinen Anfang ge- nommen/sich in acht äst/nach der Form der Harncanal/außgecheilt hat/in Bildt- ^ nuß als die Corallen pflegen zu seyn: Ferrner so war das Nierenfleisch hefstig ein-
? gezogen vnd gemindert/vnd hafftetealso steiffallenthalberr an diesem Stein/ daß/
: * so sie herab gethan / ein andere Figur gehabt / gleichsam were sie rnit einer dicken
Haut vberzogelr.läein Luttacchus.
*-; Calottus hat von eiltem alten Man/Adeliches Geschlechts/ einen Stein nach Todt herauß genommen/ so schon Canel gemacht gehabt/ vnd der Nieren vberall verzehrt gewesen/ welcher Stein einem vngebalierten Corallen an Festigkeit vnd .Aesten gleich gesehen/mehr compacter dann alle Blaterstein / die ich je gesehen e hab/ welchen er/ als ich vermeyne/ so er noch bey Leben ist / noch bey Handen haben
^ Wirdt.l^omas Iordanus.
i kerranäu8 hak indiesemIahr Is66.in Eröffnung eines TodtenCorpers?e-
« tri de Schartes, seines Verwandten / vnd der Medicin beygethanen / auß beyder ; . k Nierensubstantz zween Stein herauß genommen / von einem jeglichen Nieren i# * einen/einer sonderbahrc Grösse vnd Dicke/mit vielen Wurtzeln oderAestlern/mit j| welchen sie in der Nierensubstantz haffreten /zumahl auch mit viel andern Ster-
m ^ Erbis/ angefüllet/auch mit viel Sandt vnd Grieß in den Harngan-
I; 8W tc ' Es hat auch Realdus Columbus Steinlein in den Harngängen ge- $ sehen.
; V ' -■ Als Herr Charon, 2C6( zu S.Peter/ sich zuvor niemahln vmb die Nieren her-
f ,. umb beklagt httte/stiesse jhn ein Feberlein an/ entfielen jhm die Kräsften/ vnnd als
» 1 sich die Kranckheit zu einemAußgang neygen wolte /geschwall jhm beyderseyts der Bauch mit Schmertzen. Der Harn verstelltte sich zween Tag vor seinem Todt. Nach erösfnttem Leichnam ist der lincke Nieren gantz vnd gar verzehrt ge- ' I funden