'z6 Hebammen Buchs

vnd das leichtlich zubewegen ist / vnnd ist dieser zustand nichts an-t Vers / als ein harter fluß / der steh in eine Brust ftncket / daselbst er eine hartigkeit/gleich als Knollen in derBrust vervrsachet/zusamk einer hcfftigen entzündung vnd Hitze deßDrts / mit einem starcken Fieber/das der Patientin sehr hart zusetzet/vrmd doch nichtlenger als vier vnd zwantzig stunden wehret. Wann nuhn dieser Zufluß groß vnd starck ist/ das Fieber sey nuhn gleich hefftig oder gelinde/ wird das Weib doch solches zwenguter Tag vnd Nachtempfim den/daßesjhrindenKopffsteiget/ vnd Hauptwehevervrsachct/ samt einem vnnatürlichen schwerst. Da nuhn ein Weib mit $>ü* sem gebrechen behafftet ist/ligt sie zuBett/vn decket flch vberalwol zu/so hat sie vnlcidentliche Hitze/so bald sie aber nur ein Handvn- der derDecke herfür strecket/empfindet sie schon einIrostigschaw- ren/welcheo jhr vberden gantzen Leib laufst/insonderheit aber vber den Rücken/ fcllt jhr darnach vber die Lenden vnnd Nieren/biß in die Hüffren vnd O berschen ckel/als wan man sie mit kaltem Was­ser vbergossen hette/dao jhr vber den Leib ablieff. Gleichwol muß sie sich doch saugen vnd außtrincken lassen / damit die verhaltene Milch nicht ein Gefchweran der Brust vervrsache- Ich hab gese­hen/daß jhr etliche ein Adergelassen haben/vnnd destoehe genesen sind/wiewolich doch so sehr hierzu nicht rahren wolee / weil durch die Aderlaß dem Zufluß der Milch ein grosser abbruch geschieht.

Db nuhn wol die Milch/so das Kind in sich triniLet/bevoraö auß derben Brust/nichk zum bestcn/ist sie dochjhme/demKind/ nicht foschadlich/ats dieMilch / so die Weiber geben/welche mit einer andern art deß Fiebers behafftet sind. Wiewol doch die Milch in diesem gebrechen nicht gar ohne schadlicheWürckungen ist/dann dieKinder werden dadurch im Leib vnrichtig/Brechen die Milch also balden wider von sich / wann sie die kaum in sich ge- rruncken haben/so lang als das Fieber wehret/oder durchbricht sie. Daher man dann denen Saugammen / so furnehmcr Leuth Kin- dernehren/ andere Kinderpflege anzuheneken / daß sie jhnen die