?8 Hebammen Buchs

nicht vergessen/dz es/in dem es getauft worden/einen kleinen hellen Schrey gelassen hatke Diese Geschieht zeigt klarlich an dz grosser Vnterscheid vnter den Kindern/vnd daß eines viel lebhaffker sey als dz ander-Vnd diß ist/dz ich gesagt hab / dz fi er etlich also bald ster­ben/so bald sie zur Welt gebohrcn werden / wie etlichen Fischen wi- dcrfahret/so bald sie außdemWaffer kommen / vnddz rm Wrder- spiel etliche gefunden werden/welche man nit meynen solte / dz sie le­ben solten/weil sie lang vor der bestimpken Jett kommen/vnnd doch sich lang leyden müffen/ehe sie ersterben können.Das kompt daher/ nach dem es lebhaffrer ist als das ander.

Das zwey vnd zwanzigste Capitel.

Von allerhand KranckhcNen vnd Gebrächen der Ge-

bührmutter/vndauffwie vicl vnd mancherleyWeise das weibliche Geschlecht/an diesem £xt angefochten vnd geplagct werde/ sampt beygefügten Mitteln vnd £ Artzneyen.

j§\lf Ls ich in meinem ersten Theil dieses Buchs am 34. vnndz^. 2 /« Capitel geschrieben habc/von Erledigung vnd Fürfallen der ^^Gebahrmutter / wieauchvon denen dazu dienlichen Mit- reln/Item von einem ander « Gcbrachcn/ den man für ein Anfal­len oder Fürgehen der Mutter Hale / das es doch nicht ist / war ich Willens/mich damitzubenügcn/vnd eo dabey verbleiben zulassen. Aber/weil ich weiß/daß so wo! den Werbern als ledigen Weibsper­sonen sehr viel daran gelegen / daß man die Kranckheu oder Gebra­chen der Mutter/wckchen sie/vnd das gantzc Weibliche Geschlecht vonNaturvriterworffen sind/nicht recht erkennen noch andern of­fenbahren kan/daher es dan kommet / daß selbige Affceten manch­mal für erbliche oder ansteckende Kranckheiten versehen vnd gehal­ten werden/als Lpilepüa, böse Wehe oder Fallende sucht/ hab ich tm'r fürgenommen/etwas wcirlüuffttger davon zureden. Vn d weil ich dieses Gebrachens mancherley Art vnnd Gattung vermcrcket/

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