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zugleich grosse Schmerlen gefühlet haben / vonwegendaßdieA^- dem/so das Blut zur Reinigung der Mutter zuführen / sehr klem vnd enge seynd. Solche Werber empfinden Schmertzen im Leib vnd Nachwehm/nach ihrer ersten Gkburt.Welches den andern nie widerfahret/bey denen dieftlbrge Adern vnd Zugang deß Geblüts wett vnd offen genug stynd.Wrewol aber nun diese keine Nachwe-- Heu haben in jrem ersten Kindbett / so kommen sie jnen doch mit der Ieit/ee sey dann/daß man jnen also bald Mitte! gebrauche/ welche dazu bereitet sind/diesclbige ms künfftrgzuverhüten. Vnndwanu diefelbige Mitte! nit indem erstenKindbetk an die Hände genom­men werden / ist es darnach vergebens vnd mögen sie nicht mit glei­chem Nutz gebrauchen.

Es ist wol war/daß solchcm'k zuvmverffen / sondern auch nach der Handjren Nutzen haben/aber die Schmertzen werden nur da­durch etwasgemildert/mit Nichten aber gar hinweg genomen. Die nun diese Mirte! bey einer §rawen zugebrauchm gewöhnet seynd/ geben dcrselben/so bald sie des Kinds jetzo abkommen /MoVntzen füßMandelole/soohneIewer außgeprefftworden ist/mik zwoVn- yen Syrupvon FrawenhaarKraut / Capillaris genandt / dißist wol gut die Reinigung zufördern/vnd das böse Geblüt außzukrei- ben / aber daß es dreNachwehen verhindern soll / dazu taug es sehr wenig.

Man findet etliche Weiber / welche zween oder drey Tropffen deß Bluts/auß dem Nabel deß Kindes / in das Dele vnnd Syrup fallen lassen/davon ich hicoben gesagt habe / aber man hat mich nie dahin bringen können/dz ichs einer jngeben hatte / dann es düncket mich vngereymbt seyn/ vnd doch halten jrer viele hoch davon/vnnd brauchcnssehr.

Andere lassen ein weiß Huhn kochen / darein sie thun zwoVm \ tzenZucker/emQuimlem gute Zimmer / die Helffte einer Mus- i tatmft gepulvert / zwo oder drey Datteln/ fünffoder sechs Würtz- $ iragelmi-Wanri nun das Huhn gekochet ist/ sott man darein thun-

. ohn-

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