Daseylffte Capitel.
Durch was Mitte! man einer Frawm die Schmcrtzm
t>er Colica oder Darmwehe/so in der Geburt zu den Kindewehm fchlagen/vnd sich mit denselben vermettgen/benem men konne/wre man die» selben vnterscheiden/vndalso die Geburtfnrdem vnd erleuchmn möge.
Sbegibt sich auch nicht bey wenig Wcibern/wetche mit den Wehen vnd Kindsnöhten vberfallen werden / das zugleich ^^2mit denfelbigen sich auch die Schmerlen deß Darmgich- ten/volorez Colicigenand /ereygnenvndmerckenlaffenDieses kommet offt allein von Erkaltunge / vnnd böser Dawung der Spesen her/dadurch dieWeiber dermaffen gemartert/vnd geque- let werden/daß esdieSchmertzen derGeburt vbemifft/dermaffen/ daß/wann dievon den Kindswehenangegttffen/vndgereitzet wird/ sivnddemKindzuhelffen/ergreiffetsiezugleich derSchmertzender Co!i ea,vnnd widerstehet dem andern/vnnd verhindert also daß die Kindöwehen nicht recht fort wireken können / jnmittels aber thun diese beyde Schmerlen dem Herßen wehe/welches dadurch angegriffen auch mit leyden muß. Aldicweit nun solches wäret / wird doch die Geburt nicht befördert / nachdem die Fraw Wehen hat/ vnd ob sich schon dieKindsschmertzen am ersten erzeigen / haben doch die Schmertzen der Därmen die Eygenschafft/daß sie/wie o- ben gesagt/dieselben hinderhalten könnem
Bey diesen armen thun / soll man nemmen süß Mandelöle/ zwoVnßen / fampkeiner Vntzen gutes Aimmetwaffers / darnach vber ein wenig Zeit hernach ein gut Clistir beybringen (deren offt hievorn gedachk/vnnd Clyller carrninacivus genennet wird/ die vnker andern in sich halte / Catholicum, Hieram, urtsit) Benedictam , soMn.rn den Apothecken findet / vnnd wann es
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