henden Capiteln weieleufftigcr ßandlcn will / vngeacht daß sie vber ein Krridswehm nicht gehabt haben / dann ich sage mit Warheik vnd Grund/daß wann eine Amme dieselben durch Begr etffen vnd Fühlen erforschen folwl wür de sie befinden / daß durch die viele -Ohnmachten vnnd Schwachherren die Bande der Mutter so los; vndlück scyrn/als ob siefünfftzig Wchen gehabt hatte/vnddiß halt ich für das beste heylsambstc Mittel Die Mutter beym Leben züer- halttn/dadurch auch das Kind lebendig Zur Welt kommen / vnnd Zürn heiligen Tauff gelangen mage. Welche sich die Sach an­der st anzugreiffenvnrerstchcn / könnenwohl Mutter vnnd Kind vrnbs Leben bringen / werl / wie lerchtZuerachten/dieVcrfiicssung deß Blute alloa nicht gering ist/ich hab ceerfahren/vnd wol befun- den/wie es ein Gestalt damit hak.

Es ist nicht vsnnöhten / daß ein Amme in diesen Dingen / die Forchtsam ist / darumb r.cw Hüblen oder G mbcr auff dem K irch- hoffe mache. Wann sie mir Zuthun der Medicorum nichte ge­wisses schlicffen kan / soll man zu rechter Zeit sich der Hülsfcmes Wundartz gebrauchen. Ihrer viel verwundern sich / (davon ich rede-baß eine Hebamme das jem'g/so sie nicht thun kan / laffe auß- richten durch einen versuchten Chirurgum oder Wundarßci/da es doch ein Nokturfft ist / in eussersten NohrfaUen sich auch der eufferfien Mittelzugcbrauchcn/in Betrachtung / daß vntcr hun- dert Ammen kaurn einczufindcn / welche wann es vbcl zugehet/ Rhat wüste/sondcrn erschrecken vnnd erstarren in solchen Gefähr­lichkeiten/ aber ein Wundartztvndgevbter Chirurguz , erweiset das Gegenspiel / weil er gemeiniglich in verzweifelten oder euffer- stm Schaden zu RaHt gezogen wird / dazu die Ammen sich nicht gern gebrauchen lassen/:st also der gefährlichen Fall nicht weniger gewöhnet / als ein 'Amme der guten vnd glücklichen. Man findet Hebammen /die so viel von sich selbst halten / daß wann sie zu einer bahnenden Frawcn beruffen werden / vnnd sich einmalzu hclffen merwundcn haben/ob sie wol sehen vnnd spüren-/ daßjhncnvn-

müg-