Hebammen Buchs

belästigt ist/werden sie dardurch starck vnd krafftigvnd gewehnen sich zu der Arbeit. Dann ich habauchimwiderigen Fall warge- nommen/anderen Weibern welche zwar auffdenDörfferngcbo- ren/aber fast von Kindheit auffinden Statten aufferzogen wor­den waren/wann sie wider auffs Land zu wohnen kamen/vnd wol- ten eben dieselbe Arbeit thun / wie die andern Bawcrswerbcr / daß sie sich also balden verletzt/vnd selbst schaden gethan haben/daher man/wie mich düncket wol sagen mag/daß die Aufferziehung vnd Gewonheit gehe für dieNacur.

Wo sich nun die Bandt oder Ligamenten / mit welchen die Mutter zu beyden Seiten angehafftet wirdt / solcher Gestalt er­ledigen vnndlooß werden / erfolgt esgemeinlich darauffdaß den­selben Weibern der Gebrechen/so procidentia Matricis , das ist/ Fürfallen der Mutter/genenk wird/sehrgefehr ist/also daß sich die­selbe vnterweilen nicht anjhremOrt enthalt/sönder fürgehet Aber hievon wird sich/als ich verhoffc/die Gelegenheit geben/in nachge­henden weitleufftigerzuhandeln. Jetzo sag ich allein/daß man sich mitallem Fleiß bemühen soll / diesem frühen vnzeitigen gebühren -«begegnen / dann wann die Natur dieses einmahl gewöhnet./ daß sie die Frucht vor bestrmbter Zert außstöffet / wrll sie solches nach der Handt allezeit thun / vnnd zwar solches eben alsdann / wie die Fraw das erstmal mißgebohrcn hat / da nimbt es dann nicht wenig Mühe vnd Arbeit/dieselbe wider auffden rechkenWeg zubringen/ dcrhalbennicht vmbsonsi Erinnerungbeschicht / sich vor dem An­fang fürzusehen.

Es ist mir ein Fraw zuhanden kommen / welche als sie schon be­reit siebenMonatgetragen hakke/eine hoheTrappen gefallen war/ auffden Boden herab/vn wo! cinegute Pfanne vollgeblutethatte. Dl se als sie sich zu Bett gelegt / vnnd davon nach zweyen Tagen wrderumb auffstehen wolle / vberstelen sie solche Schmerlen mit vater sich sencken der Mutter / daß sie nichtanderst meinetedann die Stundt zu gebühren wäre da. Man ruffctmrr/vnd nach dem

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