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DaSanderCapttcl.

' Auß was Vrsachen die Empfangene Frucht inMutter-

lerb nicht kan behalten wcrden/biß zur bestimbten Zeit vnd Termin der Geburt.

Emnach br'ßhero viel geredk worden ist / von den Vrsa- ^^^chen/so den Werbern an der Geburt verhinderkich seynd/ O^Ävrind vmb deren Wrven sie nicht Kinder tragen können/

. wollen wir nun hinführo von den Vrsacheu handle« / welche ma­chen daß ob wol die Frucht oderKindt schon allbererr empfangen ist / selbige doch nicht biß zu der ordenlichen bcstimbten Ieüder neun Monden behalten werden mag/vnd was sich weiter dabey er- eygnet vnd zutragt.

"Bnter solchen verhinderlichen Vrsachen nun / deren etliche beygebracht werden können/begrbt sich diese am aller öfftesten daß zur Zeit der Bildung deß angefangenen Kmdes in dem Leib der Muttcr/Vnwill/Grim vnnd Zorn / so von der Galt ihren Vr- sprung nimmek / mit zufallet/ dadurch das Blut dermaffenauff- rührig gemacht vnd betrübt wird/daß solches verursachet/daß alle Sinne vnnd Empfindlichkeiten von diesem Ort sich abziehen/vnd ihrem principio, Anfang oder Quelle / das ist / dem HerHen zuey- lcn/ verlassen also das angefangene Werck vnvollkommen vnnd vnaußgcfuhret / solcher Gestalt'/ daß die Natur / so zu rück weicht vnnd in sich selber kehret / darnach nicht wider wenden kan noch angenommen wirbt / dasselbe / so sie verlassen / vol­lend auß zuarbeiten vnnd bereuen. Danndißistein solchWerck/ welches nicht einen Augenblick oder blosse Minute verlassen seyn will / mag auch nicht bestehen / es sey dann / daß die Natur / nach dem sie diesem Baw den Anfang gemacht / stetigs vnd ohne Vnterla ß an demselben arbeite vm:d schaffe, biß zu reffen änlicher Außführung vnd Vollkommenheit/ welches ist der Lag

vnd