HI STORIOGR. GERMANICA.
daß er warmer vnnd trockener complcxion / eines stharpffen Verstandsunnd guter Sitten. Wiewol nun vielnichtglauben/ dass die Gach an jhr selber aufserzehlte weif beschaffen/ die doch leichtlich durch den äugen schein mögen überzeugt werden/ dieweil der güldene Zahn noch heutiges rags nun biß in das anderthalb Jahr bestehet/ hergegenaberj.hreruiel/ die den Augen schein stlber eingenommen / der fachen bestendig sein müsien.Dermehrertheil auch dieses Wunderwercks nicht hoch achten / darumb sie sich dann mit den Lyclopen beym Euripide vergleichen / so wollen wir doch mit allen frommen unduerstandigenLeuten/diestmwunderbarlichenGeschöpff' deß güldenen Zahns in deß uorgemeldten Schlesischen^na- bens Maul sieissiger und ernstlicher nachdencken/ und es dem weistn unnd gerechten Gott/ mitauffrichtigem Gemüth zuschreiben/ auch mit Christlicher bescheidenheit ein vernünff- tige und wolgegründte deutung und ausslegungdiestszuuor unerhörten Wunderwercks suchen. Wer nun unserer Lectiori und Gedancken von güldenen Zahn dieses SchlesischenRna- bens hören wil/der mag sich morgenum b 8. Vhr in das grosse Auclirori um Verfügen / und mit meinem flcis die Heimligkeiten der Alatur zu erkundigen/ und ewer Gemüter zu betrachtung drrwunderlichenWerck Gottes zu erwecken für gut nernmen» Hiemit Gott befohlen. Datum zu Heimstatt in Hertzog In- AjVniuersitet/denir. rag Jenners/Anno 1595.
F I N I S HISTORIE
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MARTI-