HISTORIA FRANCI
wenig tag vor <£> (lern einesBawren vn armen Müllers Gon/ LhristophoroMoller/dem j ein satter ein gute zeit zuuorver- storbcn/inde siebenden Iahr/das man für ein Orlcicum Limum helt/die Zahne außgefitlen / vnd jhm anderselben statt neben andern ein^üldener Backenzahn zu aller hinderst indemvm derstenRiffelauffderlinckenstiten/ in gleicher grosse/ zahl/ fornrvndgestalt/wiedieandernhcraußgewachsen/dessenhat ein junges Töchterlein/ somit jhm in dem DorffWeichels- dorff/darinn er auch vnterdeß Edlen vnd VestenLriederichen von Gelhorn erblichen Herr schafft vnnd Gebieth geborn / in die Schul gangen/erstlich wargenonnnen / darnach habenjn auch viel Fürsten / Adelspersonen vnd andere in Schlestenge- sehen. Zu letzt ist ermir auch Amro 1594. im Herbstmonat zu sehen worden / vndhabjhn eygentbch besichtiget / begriffen/ vnnd an einem Goldstein probiert. So bald der Rnab den Mund auffgethan/hab ich das Gold sehen glirzen / den Zahn angcrührt/welcher an der formrundt/zu oberst stharpff f mit s vier z acken vnd spitzen/in der mitten etwas tieffer/wre die Backenzahn pflegen zu seyn/in einer grosse oder etwas grösser als die andere Zahn /an der zahl vnd stelle der hinderste. Er stunde festvirdsteiff/ vnnd war das Zahnfleisch hcrumb fein rot- lecht vnd frisch / damitich noch nicht zu frieden gewesen/ son- dern hab demRnaben auch hciffenzueßengcben/ vndjhnim besten essen zu mir erfordert / zu erfahren/ ob er den güldenen Zahn im kawen eben so wol gebraucht/ als die andern/vnd befunden/ daß die gekawte Spciß noch andern Zahn gehangen. Dcrhalben ich jhn das Maul mit Wasser aufspulen lassen/ der: Probierstein auffden Zahn gestrichen/vnd befunden/daß er gut Rheinisch Gölt/vnnd etwas bcssers seye/ hab auch §e- spüret/daßdie andern Zahnealle gatttz / biß auff einen / deral- kernechst am güldenen Zahn gestanden / welcher vielleicht: durch schickung Gottes dahinden blieben / damit man dc güldenen Zahn desto besser sehen kondte. Ich hab auch vmb besserer ZIachrichtungwillen/ an demRnabenwargenonnnen/
daß er.