Massen pflegen/aven vöerfluß meyden/Vnd soll diß alles bey diesen souil embjstger gehalten werden/ wieuil neher jnen das feueram dach ist/Es ist auch insonderheit bey geburlicher ein- zogenen Diäteim jedwedern warzunemen/das sich nitviel vn- raths böser fluß vnd feuchtigketen bey ime samle/ auch seine krefften teglichen wieder den grfftigen lufft gesterckt/vnd deß­wegen zu rechter zeit das Purgirn/Aderlassen/ auch fast tägli­cher gebrauch etlicher pmseruatiuen nit vnterlaffenwerden.

Was das purgiren belangt/ lobt man dieser zeit am mei­sten die Pestilentz Muten (also in den Aporecken genant) deren mann je zu zehen oder vierßehen ragen ein quintlein/oder mehr zufrue/oder einstünde vormnachteffen/mag eingenommen/ darauffkönnen die Blütreichen (so ander Aderlässe neulich- uor nit gebraucht/)am andern oder dritten tag/ die Mediän amrechten/oderlinckenArm/da sie sich beschwerlicher befin­den lassen öffenen / vnd volgender nechsten tag darauff zu frue ein schweiß/durch obgemelten Leriack/ oder Mikhndat/ Gül­den Ay / Cardobencdieten puluer/ Angelica wurtzel/ Bibenet- len wurtzel/ Entzian / rc. förderen. Eben diese stuck / wie auch gepulverte Wermüth/Wacholderbeer / Lorberbeer/ Knob­lauch /in Essig gebeitzt/Baldrian/ Liebstockwurtz/seindt auch anderer tagen zu stue/ehe mann auß dem haußgehet / ohnge- ferlich eines halben Goldtgulden schwer/zu einer praseruation/ - oder Verwahrung für sich selbst/oder in eim dienlichen wasser/ Wein oder wenig Essig einzunemen/Iu diesem endtlöb mann auchdieserzrit für den gemeinen Man/das mann nemeNuß- kern/Weinrauten/Wacholderbeer/eins souilalß des andern/ zerstoß miteim wenig Saltz vnd Rosenessig / oder sonst Essig zu einer Lattwergen/vnd genieß zu ftue einer Kesten groß da- uon/sonsten anderer ehafftern praseruatiuen/kan mann sich bey den Artzen/vnd Apotecken/ncben bericht/ wie sie zugebrauchen erholen.

Mann