Hier ist Osborn am 6. November 1935 im 79. Lebens
jahre gestorben. Man meldete: " Er saß in der Bibliothek an
seinem Arbeitstisch, vor sich den Erstdruck seines letzten \ Hüd&on
Merkes und schäute über den TLL und ist dann sanft entschlafen."
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Der Friedhof im Tal breitet sich auf rundem Hang
mit grünem Rasen, von Kiespfäden durchwunden, um die kleine Sankt Philips-Kirche, deren Turm die hohen Ulmen ringsherum kaum überragt. Man sieht "Castle Rock" hoch auf dem Berg;- die Fahne ist auf Halbmast gesetzt.
Der Herbst hat alle Blätter von den Bäumen geweht,
die Zugvögel sind längst gen Süden geflogen, braunes Laub liefet auf den Gräbern. Aber die Sonne strahlt warm und hell, die weißen Wolken sind vom Südwind vertrieben worden, Blumen und Kränze leuchten golden, grün und Zauberhaft lebendig über Osborns letzter Ruhestätte,
"Die Menschen tragen alle den Tod von Kind auf in
sich wie die Frucht den Kern." Osborns Tod ist ein reifer und gehegter Tod gewesen, der sich nach dem kraftvollen beschwingten und grossen Leben seines Trägers wunderbar behutsam von Frucht und Baum gelöst tat und seinen Erdensohn liebevoll, zärtlich und mit letzter schöner Gebärde zum Frieden und zur Vollendung im Unendlichen geleitetl\