den 27.6.31
Lieber Herr Ankel!
Die Antwort neulich war deshalb vorausgeeilt, damit Sie Nachricht hatten, dass ich der Frankfurter Zeitung Ihren gnädigen Tadel weitergeschickt habe. Auf Ihren freundlichen Brief vom 21.6. aber muss ich noch eine besondere Antwort schicken. Bitte schreiben Sie gleich, unter dem frischen Eindruck Ihrer zoologischen Exkursion über den Westerwald, die ich ganz prachtvoll finde, eine kleine nette » Plauderei für »Natur und Museum», in der aber der Grundton der
ganzen Exkursion gewahrt wird. Es handelt sich darum die wenigen Leute * immer wieder zusammenzufassen, die den Begriff des Dozenten nicht mit dem des Paukers verwechseln.
Für das Mädchen »etwa von der Qualität und dem Schlage Ihrer Lisbeth» setze ich mich gern ein, zumal sie, wie all© anständigen Menschen, kein Geld hat. Ich schreibe meinem Freunde Kipfmüller bei der Hapag, ehrlich gesagt mit nicht viel Hoffnungen, aber versucht Solls werden.
Ich bin gern bereit Ihren Studenten ein paar Worte über die Idee des Neuen Museums zu sagen, wenn Sie glauben, dass das irgendeinen Wert hat. 'Wie allerdings die Berichtigung eines eh ü ftr Museums trrv, sinnvoll zu gestalten wäre, das,lieber Herr Ankel, habe ich selbst
noch nicht herausgebracht. Uber alles andere sprechen wir beide, wenn Sie hier sind.
Viele herzliche GrÜsse an Sie, Frau Ankel und an den
Herrn Sohn
Ihr