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Der Direktor des Stadtarchivs.

Vertraulich.

Frankfurt a.M., den Weckmarkt Z,I.

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Durch den Herrn Oberbürgermeister bin ich beauftragt, zur Vorbereitung einer Gedenkfeier anläßlich der in diesem Jahre zu erwartenden gänzlichen Befreiung des besetzten Gebietes Einsicht zu nehmen in alle bei der städtischen Verwaltung geführten Akten betr. die Besetzung und alle damit zusammenhängenden Vorgänge.

Ich würde aufrichtig dankbar sein für die Mitteilung, ob sich auch in Ihren Registraturen Akten befinden, die Auskunft geben

1. über die Besetzung der Stadt Frankfurt im Jahre 1920*

2. über die Besetzung von Teilen des Stadtgebietes seit Ende 1918 bis zur Gegenwart.

Ich bitte um die Erlaubnis in diese Akten Einsicht zu nehmen, und bitte sie mir auf kurze Zeit zur Durchsicht im Stadtarchive an­vertrauen zu wollen.

Weiterhin würden Sie mich zu großem Danke verpflichten durch die Mitteilung, welche Beamten usw. des dortigen Bereichs in der Besatzungszeit mit fremden Truppen und Behörden dienstlich in Berührung gekommen sind oder besondere infolge der Besatzung eingetretenen Vorgänge bearbeitet haben. Ich möchte mich mit diesen Herren in persönliche Verbindung setzen, vielleicht können sie aus ihrer Erinnerung noch zweckdienliche, die Akten ergänzen­de Angaben machen. Selbstverständlich werden alle gegebenen Aus­künfte in jeder Hinsicht durchaus als vertraulich behandelt, und ich übernehme jede Gewähr dafür, daß den betreffenden Herren keinerlei Unannehmlichkeiten erwachsen können.

Da die Arbeiten bereits im Gange sind und mit Rücksicht auf den näherrückenden Terrain baldigst abgeschlossen werden sol­len, wäre ich für eine möglichst beschleunigte Erfüllung meiner Bitte sehr dankbar und bin mit der Versicherung meiner

vorzüglichen Hochachtung

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