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Botanisches

Institut.

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Prof. Mol Dr. Laiba

Dr. Laiba Die Aus<

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Fortbildungsvorträgen für Aerzte und Zahnärzte, und zum Teil stand das Institut auch im Dienste von Volks Vorlesungen.

Ausbau und Ordnung der Sammlung machten beträchtliche Fortscbritte, vor allem auch dank der freiwilliger Hilfe zahlreicher Studierender. Durch sie allein wurde es möglich, längst angeschaffte, aber noch nicht montierte Maschinen in gebrauchsfähigen Zustand zu sehen, eine Reihe notwendiger Einrichtungsgegenstände selbst anzufertigen und den Studiensaal auszubauen. Letzterer, ein Aufenthaltsraum mit kleiner Bibliothek, den wichtigsten Studienpräparaten und zahlreichen bildlichen Darstellungen anatomischer Verhältnisse, wurde zur Entlastung des an und für sich zu .,7 n ^ehrc schwachen Institutspersonals während des Semesters der Vorklinikerschaft in Selbstverwaltung übergeben und kotznte^^^h^eig dadurch während der ganzen Tage und Abende unter Aufsicht offengehalten werden. Er wurde, namentlich während der^ -^r U

Wintermonate, ständig sehr gut besucht. Mancher Studierende fand dort den warmen Arbeitsraum, der ihm zu Hause^ nicht zur Verfügung stand. Sogar beim Reinigungsdienst beteiligte sich die Studentenschaft in vorbildlicher Weise.

Rur hierdurch wurde es möglich, ohne große Kreditüberschreitungen über eine kritische Periode hknwegzukommen. Für die Studierenden selbst bedeutete die Jnstitusarbeit, die auch in den Ferien fortgesetzt wurde, neben mancherlei Belehrung eine entschiedene Belebung des Gemeinschaftsgeistes.

Die ^istur Institution ok Anatom/ and Biology in Philadelphia sandte der Institutsbibliothek die laufenden Veröffentlichungen der amerikanischen anatomischen Literatur. Ebenso ließ die Universität Sedai in Japan regelmäßig eine neu erscheinende anatomische Zeitschrift in deutscher Sprache zugehen. Herrn Professor H. Bogt in Wiesbaden dankt das Institut für acht Serien zur Entwickelungsgeschichte des Katzenhaies. Sehr schöne mikroskopische Präparate für die Sammlung übermittelten Professor Heidenhain (Tübingen) und Professor peterscn (Heidelberg). Zuweisungen von frischem embryologischen Material gingen vor allem ein von Professor Freund, San.-Rat Buecheler und San.-Rat E. Rosenbaum. Allen diesen Gebern gebührt aufrichtiger Dank. Auch die Bücherei des Studiensaales ist ganz aus freiwilligen Stiftungen der Dozenten am Institut, einiger anderen Professoren und verschiedener Studierenden zusammengekommen.

Infolge der ständig zunehmenden Teuerung mußten nach allen Seiten Einschränkungen und Ersparungen vor­genommen werden und zwar in einem Grade, daß die wissenschaftliche Arbeitsfähigkeit des Instituts, bei Fortdauer dieser Verhältnisse, ernst in Frage gestellt ist. Die sachlichen Ausgaben des Instituts sind (abgesehen von den Heizungs­und Beleuchtungskosten) ohne wesentliche Kreditüberschreitung durchgeführt. Eine erhebliche Überschreitung des Vor­anschlags ist zu verzeichnen bei den Abschnitten Gehälter, Heizung, Beleuchtung und Reinigung.

Gegenüber einem Voranschläge von M. 61,714- (ohne die Gehälter der von der Universität direkt besoldeten akademischen Angestellten) betrugen die Ausgaben M. 78,767.32 gegenüber M. 35,662.87 im Vorjahre. Der Universitätszuschuh zu den Betriebskosten der Anatomie betrug M. 58,868.43.

Im Botanischen Institut gingen die Arbeiten wie bisher weiter,- insbesondere wurde Wert gelegt auf Ver­mehrung der Schausammlung und des Unterrichtsmaterials. Das Kryptogamenherbarium wurde in neuer Ordnung aufgestellt.

An Stelle des am 31. Juli 1920 ausgetretenen Assistenten am Botanischen Institut, Or. Neeff, trat Herr Or. Zungmann, der kurz vorher sein Doktorexamen hier gemacht hatte, als Assistent ein. Bei dieser Gelegenheit stifteten die Herren Neeff und Zungmann M. 1036. zur Unterstützung für Studierende bei botanischen Arbeiten. Herr Schwab (Lyon) stiftete M. 100. zur Erleichterung der botanischen Exkursionen. Am 28. Februar 1921 starb der langjährige ehrenamtliche Mitarbeiter am Botanischen Institut, Herr Martin Dürer im 79. Lebensjahre. Er vermachte dem Institut seinen gesamten botanischen Nachlaß. Durch die Überweisung seines eigenen großen Herbariums haben die Sammlungen des Instituts eine wertvolle Bereicherung erfahren. Ferner gingen andere Geschenke verschiedener Art für den Garten, die botanische Sammlung und die Handbibliothek von mehreren Seiten ein, wofür den gütigen Gebern auch an dieser Stelle der Dank ausgesprochen sei. Im Berichtsjahre promovierten die Herren Zungmann und Graf.

Dadurch, daß auch das pharmakognostische Institut und die Phytopathologische Abteilung die Räume und Utensilien des Botanischen Instituts mitbenuhen, entstehen mancherlei Schwierigkeiten, deren Beseitigung sehr wünschens­wert ist, sich aber wegen der dafür erforderlichen hohen Kosten noch nicht durchführen ließ.

Der Betrieb des Gartens leidet durch den Mangel an Personal sehr. Herr stud. Oppenheimer hat sich durch freiwillige Hilfsarbeit im Garten den Dank des Instituts erworben.

Außer den Universitätsvorlesungen wurden im Aufträge der Administration folgende Vorlesungen und Kurse abgehalten, die auch den Studierenden, Gasthörern und Besuchern der Universität zugänglich waren:

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