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Nr. 87.
Jahresbericht
der
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Dr. Senckenbergischen Stiftung
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zu Frankfurt am Main
vom 1. April 1920 bis 31. März 1921.
In den vorjährigen Stistungsnachrichten wandten wir uns mit einem Aufrufe an die Frankfurter Bürgerschaft um finanzielle Hilfeleistung für das schwer um seine Existenz ringende Bürgerhospital. Der Aufruf erweckte lebhafte Teilnahme in allen Kreisen der Bürgerschaft/ wir erhielten Spenden von kleinsten Beträgen bis zu namhafteren Summen. Am Schluffe der Sammlung (27.11.1920) waren M. 73,580.36 eingegangen, für die allen Gebern hier an dieser Stelle nochmals herzlichst gedankt sek. Den dauernden Fortbetrieb des Bürgerhospktals zu gewährleisten, reichte der gesammelte Betrag jedoch nicht aus,- die Gefahr einer Schließung des Bürgerhospktals war noch nicht
abgewendet. Zur Erhaltung des Bürgerhospitals in seiner bisherigen Bedeutung trat deshalb aus der Frankfurter
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Bürgerschaft eine größere Zahl von Damen und Herren zu einem Werbe- und Fknanzkomitee für die Förderung des Bürgerhospktals zusammen, um als selbständige Vereinigung eine neue Werbung einzuleiten. Dieselbe hatte einen
einem zwischen der Administration der l)r. Senckenbergischen Stiftung und dem Fknanzkomitee geschlossenen Vertrag
yV tfG « vom 1. April d. 3- ab von einem Verwaltungsausschuß geführt wird, bestehend aus drei Mitgliedern der Administration,
drei Mitgliedern des Werbe- und Finanzkomitees und einem siebenten, von allen gemeinsam gewählten neutralen Mktgliede.
Die Dauer der Betriebsführung ist zunächst auf drei Jahre vorgesehen,- der Administration steht aber unter Umständen ein vorzeitiges Kündkgungsrecht zu.
Die Prüfung der Iahresrechnung 1919/20 fand am 18. August 1920 statt. Hierzu waren erschienen: von den städtischen Behörden die Herren Oberbürgermeister Voigt, Stadtrat Dr. Woell und Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Hopf. Als Vertreter der Familie Senckenberg waren die laut Stistungsbrief hierzu bestimmten Dekane der juristischen und medizinischen Fakultät der Universität Gießen, die Herren Professor Dr. jur. Rosenberg und Geheimer Mcdizinalrat Professor De. Bostroem anwesend. Die Prüfung ergab die Richtigkeit der Buchführung und die Übereinstimmung des Stkstungsvermögens mit der vorgelegten Zahresrechnung.
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