Herrn

Forstmeister Ziemer Laubach/Oberhessen

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23. 1. 46

Sehr geehrter Herr Forstmeister !

Zu meiner grossenreude höre ich von Herrn Scholl, dass Sie meiner Bitte entsprechen und dem Museum 30 chm Holz zur Verfügung gestellt haben* Für diese Ihre verständnisvolle Hilfe und Förderung unserer der Allgemeinheit dienenden Bestrebungen möchte ich Ihnen nochmals unseren angeleg ent !.-.< . Dank aussprechen*

Herr Scholl berichtete mir, dass Sie geologisch inter­essiert sind. Ich lasse Ihnen anbei einige Hefte unserer Zeitschrift "Natur und Volk" zugehen und Erde mich freuen, wenn ich Ihnen damit einen kleinen Gegendienst erwiesen hätte.

Ich füge noch einen Sonderdruck " Das Sencken'berg-LIus eum- Schutt und Asche" bei- und erlaube mir die Anfrage, ob Sie dem Museum nicht etwas Holz zur Herstellung von Fensterrahmen zur Verfügung stellen könnten. Nachdem die Militärregierung die Genehmigung für die Rückführung der in über 40 Ausweichlagern untergebrachten wertvollen Sammlungen gegeben hat, sind «vir bemüht, die verbrannten oder sonstwie zerstörten Fensterrahmen wieder zu ersetzen, wie Sie sich denken können, ist die ot in Frankfurt ungeheuer gross und zuerst kommt na- turgemäss die Bevölkerung, sodass an eine Zuteilung von Holz bisher und auch in Zukunft nur in ganz bescheidenem Masse für uns gedacht werden kann. Da wir fast 150 grosse Fensterrahmen benötigen, würde bei der bisherigen Zuteilungsquote die Wiederherstellung mhhrere Jahre dauern. Aber leider wird bis dahin ein grosser Teil der unersetzlichen Sammlungen, die z. Zt. in ungeeigneten Räumen untergebracht sind, zer­stört sein. Din alles zur weiteren Erhaltung und Sicherung der nach schwerstem Kampf geretteten Sammlungen getan zu haben, erlaube ich mir die Anfrage, ob Sie uns nicht zu 5-10 cbm Holz zur Anfertigung

von Fensterrahmen verhelfen könnten. Sie würden unserem Museum und darüber hinaus der deutschen Wissenschaft damit einen besonderen Dienst erweisen.

Herrn Dr, Triebei, Grube Eisenkaut habe ich verständigt, dass Sie ihn bei Gelegenheit einmal aufsuchen wollen. Herr Dr. T, wird Sie gerne in sein äusserst interessantes Forschungsgebiet ein­führen, das die Grundlage der Mineralöl-Forschung bildet. Dank der zahlreichen Arbeiten, die von Dr. Triebei und den Schülern von Prof. Dr. Richter herausgebrncht worden sind, war unsere Abteilung die Zentrale der milcropaläontologischen Forschung in Deutschland.

Ich