Hessisches Forstamt L a u b a c h i/H.
6. 5. 45
Unter Bezugnahme auf die schon im vergangenen Jahre stattgefundenen Besprechungen mit Herrn Forstmeister Zimmer und auf die unterm 6, ds. Mts, geführte fernmündliche Rücksprache mit Herrn Ohersekretär List bitten wir, uns 20 chm Holz aus dem Wald in der Nähe von Langd (Förster Büttner) genehmigen zu wollen,
Begründung : Bie Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft
und das Geologische Institut der Universität Frankfurt/M. sind nach der Zerstörung der Gebäude durch das Eingreifen der Gauleitung , von Staat, Stadt und Wirtschaft in die Nähe von Hungen verlagert worden. Daselbst wurden 10 Behelfsheime erstellt und einige vorhandene Baracken von den Buderus’sehen Eisenwerken in Wetzlar zur Verfügung gestellt.
Dadurch wurde ermöglicht, die den beiden genannten Instituten vom Reichsforschungsrat und vom Beauftragten für die Ettneralölforschung übertragenen kriegs- und staatswichtigen Forschungsarbeiten (Dringlichkeitsstufe SS, dem Rüstungskommando Frankfurt a/M.unterstellt) fortzuführen.
Insgesamt stehen uns an Labors, Arbeits- und Wohnräumen für 20 Gefolgschaftsmitglieder 42 zum Teil grössere Räume zur Verfügung.
Wir bitten Sie, uns für die Beheizung der leich gebauten Häuser eine genügende Menge Holz genehmigen zu wollen. Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie hierbei noch berücksichtigen wurden, dass es wahrscheinlich keine Kohlen geben wird, Wir haben uns eingehend mit dem Betriebsführer der Grube, der die örtlichen Verhältnisse auf Grund jahrelanger Erfahrung am besten kennt, ausgesprochen,und als Lixndestmenge wurden 20 cbm genannt.
Wir wären Ihnen sehr zu Dank verbunden, xvenn Sie uns bei der Beschaffung des Brennmaterials $ wie bisher helfend zur Seite stehen und dadurch die Fortsetzung der Forschungsarbeiten ermöglichen würden.
Wir erlauben uns, einen Sonderdruck " Das Senckenberg-Museum - Schutt und Asche " beizufügen, der Ihnen über unsere Arbeiten und das Wesen unserer Gesellschaft Aufschluss gibt.
Bei