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Unsere schönen Schauschränke alle ohne Glas. -- Durch rechtzeitige Auslagerung in über 40 Ausweichlager in Odenwald, Spessart, Rhön und Taunus wurde der grösste Teil der Sammlungen gerettet, leider haben wir durch Verschulden der 3S ein Ausweichlager mit wertvollem Material verloren.
Zurzeit wandert das Material wieder ins Museum zurück, wo alle Kräfte fieberhaft an der Arbeit sind. Aber 10 Jahre werden vergehen, bis wir wieder den Stand von 1939 erreicht haben, leider fehlen uns Strunz und Koch, die beide ge st erben sind, ferner all die jungen Präparatoren (2 Geologie und 2 Zoologie) und Photographen, die in diesem sinnlosen Krieg geblieben sind, wir müssen ganz von vorne anfangen.
Prof. Richter fuhr im i.ugust 1944 zu Prof. Krejoi-GraT nach Rumänien, wurde dort vom Umsturz überrascht und Er war in einem lager bei Bukarest und ist am 9. Mai d.J. nach Frankfurt- zurückgekehrt. Du kannst Dir die Freude von uns allen vor stellen. - ''
Bartenstein, Brand und Happel arbeiten in Erdöl in Norddeutschland. Bentz hat wieder die Leitung. Dr. Schäfer ist noch in amerik.Gefangenschaft. Konrad Lüders fr, Albert Schwarz in frans. Gefangenschaft. Mauz -in seiner Heimat in Hettingen. Von Simon haben wir leider gar keine Nachricht. Solle ist in Frankfurt, aber -auch entlassen.-- Dr. Franz, Prof.Mertens und Dr.Zilch sind im Museum tätig. — Dr. Wenz ist leider an einem durch Unterernährung hervorgerufenen Darmverschluss gestorben. Ein schwerer VerlMt.
Unsere schöne Forschungsanstalt in ..ilhelmshavea ist leid?^^ ausgeraubt worden. Bibliothek und Sai.mlungen sind weg. Sogar den iüssboden hat -man herausgerissen. Ich habe mich an den Oberbürgermeister von *?. gewandt und'erreicht,- dass das Gebäude nunmehr unter dessen Schutz steht. Die Reparaturarbeiten sind z.Zt. im Gange.
Im Hause wohnt Direktor Dr. Bromm.
Die Zukunft unseres Landes sieht betrüblich aus. Die schlechte Ernährung fordert unter den Kindern und den Alten ihre Opier, Auch die Arbeitsfäfigen werden betroffen. Die Tuberkulose greift um sich. Auch ich bin von Ihr befallen und liege seit 14 Jochen mit Rippenfellentzündung und TB beiderseits in der Heilstätte Ruppertshain b/Königstein i/Taunus. Hoffentlich kann ich in einigen Monaten wieder gesund zu den Meinen zurückkehren.
Meiner Frau und den beiden Kindern geht es den Umständen entsprechend gut. Hans-Jürgen hat auch schon eine Lungenerkrankung hinter sich, wie durch Röntgen-Aufnähme festgestellt wurde. In allen Familien leid, Not und Elend. Und dabei immer die Frage vor Augen, wie soll das alles weitergehen. Es bleibt nur die Hoffnung, dass man eines Tages erkennen wird,dass nur auf einem gesunden Deutschl. ein gesundes Europa aufgebaut werden kann.
Pie geht es den Deinen ? Ich fürchte, dass Du ohne jede Nachricht von ihnen sein wirst.Deine Sorgen um sie kann ich mir vorstellen,
a ilI r ' K gSmei°teft D iaBen Frau v/ar stets auf dem kosten und wird