Herrn

Oberregierungsrat Schilling Gew er beauf.s i oh t sam t Fra kfur t a,U .

l.Juni 19 kb.

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Sehr geehrter Herr Oberr'gierungsrat!

> Am 25.Mai stellten wir einen. Antrag auf Sohwcra.rbeitersu= läge für unsere mit dem Rücktransport unserer Sammlungen besohäf = tlgten Leute, die diese Arbeit täglich mit den Leuten der Trans** portfirmen, Delliehausen, Ferment u.a t vornehmen» Den Antrag fügen wir unserem Schreiben bei. Am Montag, den L?. Mai sprach Frau Bringecu über diese Angelegenheit mit Ihrem Herrn Hassden «= teufei und n ohdem sie ihm Aufklärung gegeben hatte über die auch von r 'en Frauen f bei dem Transport su leistende Arbeit, erklärte er sich bereit, die Zulagen, auch für die Frauen, gewähren su wollen ;

Dienr.tag sollten die Formalere in dreifacher Ausfertigung vor = geleg und .die Bescheinigung entgegengenommewerden. Da Frau Brinss gesu cm Dienstag dienstlich abwesend von Frankfurt war, ko nie sie erst am Mittwoch, den 2$. Hat bei de-: Gewerbe-Auf sicht samt vorspre « chen. Herr WILL bearbeitete den Antrag und. wollte für die oufgets führten Transportarbeiter einsohließlioh der Frauen Teil schwerer * beiterkerten bewilligen. Auf den Einwond vori Frau Bringesu, daß die Leute s.T. bereits Teil Schwerarbeiterkarten bekämen und da sie die gleiohe Arbeit wie die A; beiter der Möbel firmen su leisten hat = ten, ja sehr oft noch darüber hinaus, -'-a diese abends naoh dem Auc_ lasen der Sachen Feierabend hätten, während die Leute des Museums die einseinen. San- Zungen noch in die ver ohied.enen Sale und Stock = werke su transportieren hätten , damit der Lichthof frei wäre für den Tran sort der am ohsten Tage eintreffen würde, nahmer Blicks spräche mit einem Herrn LINK,'der entschied, dar den männlichen Arbeitern, die mit dem Rücktransport besch&f'igt seien, die Schwer­arbeiter karte für die Zeit der: ktransoorte su gewähren sei 9 w&h*> rend die weiblichen Arbeitskräfte keinerlei Zulagen erhalten könn­ten, da das Gewerbeaufsicht samt ec nicht dulden dürfe, daß Frauen für diese Arbeit benutrt und her ab gewürdigt werden, solche Arbeit su tun.

Wir bitten Sie , 8ehr geehrter Herr Oberregierungsrat, rl ie^ sen Fall nochmals überprüfen su wollen Wir führen dasu folgendes aus:

Die bei den Rücktranr"orter der Sammlungen beschäftigten Mädchen sind die Laborantin en des Natur-Museums Senokenberg. Sie sind seit Jahren mit den San Jungen vertraut. Es ist selbstver*= stündlich, daß sie als Fachkräfte bei diesen Transporten anwesend sein müssen, und genou, wie sie bei Forttransoort der Sammlungen in die Ausweichlager, der unter unsagbaren Schwierigkeiten statte fand, von früh bis spät Hand anlegten und die Sammlungen treppab, treppauf verstauten, so sind eie auch Jet t beim Rücktransport

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