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,rsuchs-und Forse&ungsanstalt *ur Wein- und Gartenbau- Geisenheim am Rhein
Geisenheim a/Rh., den 15.Juni 1$44
T-gb.Kr.3 5/44
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Die Streitfrage, cb der Mond einen oder keinen Pflanzenwachstum hat, wird nie.aufhören. Anscheinend Laien dis Mystik, die in dieser Frage steckt.
Einfluss auf dis reizt vor allem den
Es ist ungemein schwer, eine Vsrsuchsanordnung zu finden, um die Frage nach der einen oder anderen Richtung, hin zu beantworten. Dae-^eifre • - steht Jodo - oh — f oot, —4 a s» -4 - ie- - V o r s u- v h a a no ndn ^^..‘-4.ax,^rau- -S. < fPaff -'arbgo-ltrfe---un m »w eeiohon - d - i -e tr In dem Moment, in' dem ?flanzansamen in verschiedenen Mond Phasen ausgelegt 'werden, sind die einzelnen Ernten nicht ir »Mondsinne» miteinander vergleichbar; denn die einzelnen Versuch spart!en sind ganz un> Mm-'schi>rdliohen T geslängen, Strahlungssummen,\ Temperaturen und Feuchtig«= V, tssummen usw. ausgesetzt. Die Versuchsanordnung müsste so sein, dass alle diese Faktoren für diee^r.zelnen Versuohsbeete gleich sind und nur dei Mondeinfluss variiert. Dies' -lasst si,ch aber nicht einmal in einem Gewächs« haus, geschweige denn im Freiland realisieren. Dies liesse sich in einer modernen Klimakammer realisieren, aber wie soll man hier wieder«^lie Ver« suehspfl anzen dem Mond exponieren? t ^ ^ , ,, ;, J t ^ 1 5 )
-*'T^j£r~Vsr^leich 4-r:
Bei der ungeheuren Mas Masse des '-pndkorpers voll Wa-ser im Garten
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den Gezeiten
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se des Wassers der Weltmeere tritt der Einfluss der deutlich in Erscheinung. Wenn ich aber eine Badewani aufstelie, werde ich dort, selbst dicht mit den feir
st- er, Instrumenten, Flut und Ebbe nach weisen können.
Div- Masse des Mondkorpers k nn physikalisch auf das Ff 1 anzsngeschehc kaum,einen Einfluss haben. Sein Licht ist keine Eigenstrahlung sondern rd« v flektiertes Sonnenlicht vor einer so geringen Intensität, dass höchstens bei ganz empfindlichen Schimmelpilzen schwache phototropische Reaktionen zu erzielen sind, nicht aber bei höheren, auf bedeutend höheren Lichtintei MUöten abgestimmten Rflanzen. Da die Mondoberfl"chs eine Temperatur von 5*ü° auf weist, können von dort her. auch keine langwelligen Wäfcmestrahlen kommen,- umgekehrt diese verschluckt diejenigen der Sonne. Was für ein msg- - lieh es ^irksunss Agens bliebe beim Mond dann noch zu crv;Egen? Das sind wo] die Überlegungen, dis die Meteorologen zur Ablehnung des Mondeinflusses at Pflanzen etc.veranlassen. .Als Biologe muss man an sich vorsichtiger sein; denn map - denke was für Überraschungen man in den 1etzten beiden Jahrzehiei tan mit Wuchsstoffen und S urenfc&ementen erlebt®.
ich verneine daher ni cht d ie Möglichkeit und erkläre lediglich die Ae-nse- Versuchsano r dnungk^ d - er " -g y r o ff als unbureiehenä r und ihr« Schluss-
f jl^erur^ al s unbegründet. * ~-
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