fr au

Dr.E. R C H A K F E P ( 16 ) Gl eßcri/tf .

Aulweg 82

Sehr geehrte Frau Doktor!

11.10.1944

Ich erhalte soeben ein Schreiben des Postamtes Gießen:

Postamt III 2, An das Genckenberg-Institut ( 16) Frankfurt a.M.

Totaler Z.r iegaeinsatz der Deutschen Peichspost Aufhebung von Fernspreclianschlussen

Wir bitten um Mitteilung, ob der nachstehend aufgeführte Fernsprechanschluß unter Anlegung eines strengen Maßstabes, kriegs-, wehr-, und lebenswichtig ist.

4722 Dr.Schafer, Gießen, Aulweg 82.

In Vertretung: gez.Zinser

Da ein nicht weiß, was Sie angegeben haben und was ich im

Hinblick auf die Kriegs-, Wehr- und Lebenswichtigkeit antworten soll, wäre ich Ihnen für Ihren Pat dankbar. Schreiben Sie bitte unmittelbar nach Hungen/0bh., aa ich einige^Tage hier mein

Lager auigeschlagen habe.

Von ihrem Mann habe ich gestern wieder einen Brief bekom­men. Gott sei Dank befindet er sich nach Geberstehen mehrerer Operationen auf dem £ege der Besserung. Gott sei Dank geht die­se ja nur langsam vor sich.

Von Prof.DICHTER haben wir leider gar keine Nachricht. Alle'unsere Bemühungen-waren bis jetzt ohne Erfolg. Hoffentlich erhalten wir bald eine Nachricht.

Mit uen besten Bussen und Wünschen

Ihr