Giessen, den 12.0kt.44
1 Lieber Herr Prof. Heuling!
Das Fernsprechamt hat bei mir lediglich nach den Personalien und dem Arbeitgeber meines Mannes gefragt.
Ich fügte noch hinzu, daß er bei der Hehrmacht und zur Zeit im Lazarett sei. Wichtig ist mein Anschluß natür- nur für mich persönlich da ich ziemlich wÄ draußen
wohne, ohne Hilfe im Haushalt bin und zu meinen zwei »e-irrreiT Kindern ein drittes, erwarte^ $ber das werden alles keine genug mitleiderregenden Gründe- sein, s'o- sehr ich selber davon überzeugt bin.Und so gern ich mein Telefon behielte- ich bin natürlich darauf gefaßt daß es mir genommen -wird.Fs tut mir leid, daß Sie nun einmal wieder eine Schreiberei um uns haben.
Daß mit ^rof. Pächter nun wirklich keine Koffnug des .eilen Wiederheimkommens ist ist wahrhaft furchtbar, welcher ungeheure Verlust für jeden einzelnen der Gesellschaft! Die arme Frau muß sich doch auch schreckliche Sorgen machen, es jjfit ja nicht aus-zudenken, was ihm alles! begegnet sein kann. War er denn allein? Es ist aber auch wirklich ein Unglück daß das auf den Tag zusaramenfiel.