-Direktion

der

Senckenbergischen Bibliothek

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Frankfurt a. M., ä°° 20.10.1944

Senckenberg-Anlage 27

Herrn

Professor Dr. Heuling Natur-Museum Senckenberg.

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Sehr geehrter Herr Professor!

Durch meinen Urlaub, das Vorbereiten_zum Verladen und den Umzug unserer Ausleihe in die Raume der Universität komme Ich erst heute zur Beantwortung Ihrer Schreiben vom 4.,10. und 19. Oktober. Zunächst vielen Dank für die Beschaffung des Waggons.

Ich habe mit Herrn DO'nni verabredet, dass wir ihm am 30.10. ver­laden wollen. Herr Popp wird Ihnen ja auch schon ausgerichtet ha­ben, was ich hm gestern zum Bestellen an Sie auftrug. Ich möchte -Sie aber auch hiermit nochmals bitten, uns nächste Woche wieder 2 Ihrer Männer zum Abmontieren von Büchergestellen zur Verfügung stellen zu wollen, denn Herr Direktor Rausch-nberger schreibt dringend um Gestelle. Bücher für Cberfrank^i sind ja nicht mehr viele hier, ich werde mit Fräulein Wolffjzusaimnen heraussuchen, was noch entbehrlich ist. Herrn Direktor Rauschenberger habeUeh^ heute geschrieben, dass wir am 30.10. den letzten Waggon abschik- ken würden.

Ich habe vorgestern ln Michelnau nachgesehen, was an Gestel­len zum Aufstellen noch dort ist. Es sinu 21 Träger, die im gün­stigsten Fall 16-18 m Gestelle geben, das reicht für uie Bücher­mengen jetzt nicht mehr aus, una ich habe jetzt auch starke Beden­ken, ob wir den nötigen Platz für die noch aufzustellenden Regale noch haben. Heute sind wir nun wieder nicht hingekommen, weil wir gestern und heute vergeblich auf den Möbelwagen gewartet haben. Fräulein Scheller und ich fahren ja regelmässig hin, Frau Hoess- rieh kann ja nicht so oft fahren, weil sie als Halbtagskraft sonst überhaupt nicht mehr hier in der Bibliothek zur Arbeit käme. In den letzten 4 Wochen fuhr Fräulein 0reger auch wieder regelmässig mit, die aber seit Sonntag wieder in Oberfranken ist. Durch die stundenlangen Zugverspätungen müssen wir auch jetzt immer schon den 3 Uhrzug zur" Rückfahrt nehmen, mit dem wir meistens nicht frü­her hier ankommen als vor Wochen mit dem Zug 1/26 Uhr ab Nidda. Wir haben in Michelnau dann immer nur knappt4 Stunden zur Arbeit sind aber jetzt doch so weit, dass ich denke, wenn wir noch 2 x dort waren, haben wir den 10 x 2 x2 m grossen Berg, in dem die Geolopie und Mineralogie vergraben wai% auseinandergelegt. Ich hoffe, dass wir es trotz des mit jedem Möbelwagen enger werdenden Raumes möglich machen können dann erst deH. Geologie zu ordnen.

Ihre Wunschliste nehmen wir uns beim Au seinanderlegen dazu, ich kann Ihnen aber noch nicht versprechen, wann Sie das eine oder an­dere Buch bekommen können. Ein Teil der gewünschten Literatur Ist auch in Oberfranken.

noch nicht gelegt. Ich sagte Ihnen uem Mann 2 der mit Herrn Scholl in mir nicht genannt wurde, den Ein- . , _ der Leitung zuviel Schwierigkeiten

machte. Ich will mal Frau Schneider fragen, ob sie weiss, welche Firma das war, sonst müsste Herr Scholl^das doch wissen.

Das Legen des Betonfussbodens werden wir wohl vor Winter nicht mehr machen lassen können. Wir mussten ja diese Halle jetzt

auch noch mal wieder mit Büchern belegen, weil kein anderer Platz

Das elektrische Licht ist wohl schon damals, dass ich bei Michelnau war, und dessen Firma aruck hatte, dass ihm das Legen

/vw*vwi

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